Beschreibung:

(Conversations-Lexicon). In zehn Bänden. [Dabei:] Conversations-Lexicon. Neue Folge in zwei Bänden. Sowie Supplementband für Besitzer der fünften und frühern Auflagen und Supplementband für die Besitzer der sechsten und frühern Auflagen und der Neuen Folge: Enthaltend alle neuen und umgearbeiteten Artikel der sechsten Auflage.. 8°. XXXII + 920 + 24, 2 n.n. + 928, 2 n.n. + 1056, 2 n.n. + 960, 2 n.n. + 944, XVI + 968, XVI +990 + 2, XVI + 968, 24 n.n. + 1007 + 2, XXXII + XXXII + 1013 + 3, XXXVI + 772 + LXIV + 16, 761 + XXIV + 6, XII +690, 739 + LIII + 11, 1228 S. Priv. HLd. der Zeit sowie priv. Pp. der Zeit (2)., Buchrücken 16 Bde.

Bemerkung:

5. Auflage sowie dem Supplementband für die 7. Aufl. Vgl. Bibliotheca Lexicorum, 67 u. 68. - Bd. 7 R. etw. angeplatzt (m. Japanpapier restauriert), Ecken bestossen, R. leicht berieben, leichte Gbrsp., tlw. stockfleckig, Ergänzungsband 12,1: fl. V. u. Schmutztitel sowie letzte Seite des Registers u. Leerbl. herausgeschnitten, Bd. 12,2: Kapital m. Fehlstelle (m. Japanpapier ergänzt). - Bände 1-10 sowie 11,1 uniform gebunden. Die übrigen Bände in Pappe (2) bzw. Halbleder. - Brockhaus, (1772 - 1823), als Sohn des Kaufmanns und Ratsherrn Johann Heinrich in Düsseldorf zum Kaufmann ausgebildet. Ein kurzer Studienaufenthalt in Leipzig 1793/94 legte den Grundstein für seine umfassende Allgemeinbildung. 1796 gründete B. in Dortmund mit zwei Kompagnons eine eigene Großhandelsfirma für englische Manufakturwaren. Nach einem Zerwürfnis mit seinen Partnern entschloß er sich, nach Holland zu gehen, in das Hauptabsatzgebiet seines Unternehmens; zunächst in Arnheim, ließ er sich 1802 in Amsterdam nieder und machte sich selbständig. Wegen der Auswirkungen, die die Kontinentalsperre auf das Geschäft hatte, wechselte B. 1805 zum Buchhandel und gründete in Amsterdam die Buchhandlung Rohloff & Comp. (seit 1807 Kunst- und Industrie-Comptoir). Seit 1814 trägt der Verlag den Namen F. A. Brockhaus. Auf der Leipziger Buchhändlermesse zu Michaelis 1808 kaufte B. die Rechte an einem unvollendeten Konversationslexikon, das 1796 von Renatus Gotthelf Löbel und Christian Wilhelm Franke begonnen worden war. Den Restbestand dieses Werkes lieferte er seit 1809 unter dem neuen Titel Conversations-Lexikon oder kurz gefaßtes Handwörterbuch (6 Bde.) aus; 1809 und 1811 erschienen zwei Ergänzungsbände. B. pendelte zunächst zwischen Amsterdam und Leipzig, siedelte mit dem Verlag 1811 ins ostthüringische Altenburg über und verlegte 1817/18 den Firmensitz schließlich nach Leipzig, wo er eine eigene Druckerei errichtete. 1818 wurde er Leipziger Bürger und baute systematisch seinen Verlag aus. Er pflegte Literatur und Wissenschaft und wurde der erste Verleger Schopenhauers, zunächst von "Die Welt als Wille und Vorstellung" (1819), später von dessen Gesamtwerk. Bis zu B.? Tod zählte der Verlag u.a. Friedrich von Raumer, Henrik Steffens, Friedrich Rückert und Johann Heinrich Voß zu seinen Autoren. ... Das Konversationslexikon wurde ein großer Erfolg; die fünfte Auflage erschien 1819/20 in zehn Bänden unter dem Titel Allgemeine Deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände (Conversations-Lexicon). In den knapp 18 Jahren seines Wirkens in Leipzig rückte B. in die erste Reihe der deutschen und international anerkannten Verleger auf. Er kämpfte mit seinen Standesgenossen erfolgreich gegen Nachdruck und Zensur und konnte seinem Sohn Heinrich, der in der Leitung des Unternehmens nachfolgte, ein wohlbestelltes Haus übergeben. Seine entscheidende Leistung lag darin, daß er den Namen Brockhaus zum Synonym für Konversationslexika machte und die deutsche Lexikographie im 19.Jh. zu ihren großen Erfolgen führte. (DBE) - Hier die wohl interessanteste Ausgabe des Lexikons in der Originalfassung, laut Brockhaus zufolge die, die die "aufgeregte politische Stimmung des Jahres 1819 verraten" habe.