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Beschreibung:
4°. Lederklappdeckel mit Goldprägung in samtgefütterter Kalbslederkassette., 1
Bemerkung:
Mit eigenhändiger Eintragung des Künstlers (1951-2005) auf dem Titelblatt: G/gestrichen) CAGTGT / GGCGAT / TCCTCA / AGGATC nebst Signatur, datiert (20)01. Mit 24 montierten, farbigen Originalabzügen der einzelnen Gruppen zugeordneten Aufnahmen (20 Adenin - 4 Cytosin - 4 Thymin - 7 Guanin, je 18 x 13 cm), die reproduziert im Druck wiederholt werden. - Schwergewichtiges, sehr aufwendig gestaltetes und unter dem Motto 'sparsam aber teuer' hergestelltes Prachtwerk der DNA Phantasien Schlicks, wohl inspiriert von dem Roman des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq: Les Particules élémentaires / Elementarteilchen (1998), der von Frank Schirrmacher, Stanislaw Lem und Peter Sloterdijk Publizisten und Philosophen beschäftigt hat. - 'Kriegstagebuch aus der Inneren Mongolei' nannte Thomas Steinfeld (FAZ) den Roman, er hat behauptet, es sei seit dreißig Jahren das 'erste Buch, das dem Leser wie ein Block im Wege stehe. Vorsichtig schätzt Steinfeld die Bedeutung des Buches vor allem an der Wirkung ab, die die "Elementarteilchen" in Frankreich hatten. Dort löste der Roman bei Erscheinen eine heftige Debatte aus, in der dem Autor abwechselnd Genie und faschistoide Ansichten bescheinigt wurden. In Graz ist man etwas weitergegangen. Schlick hat beim Steirischen Herbst 2001 mit dem Parkprojekt (Zentrum ein aufgelassenes Briefmarkengeschäft) 16 Standorte bespielt und Begleitpublikationen bei Walther König und u.a. herstellen lassen. Das genetische Schema musste auch für ein Ballett und eine Symphonie herhalten. Mit Kunst begegnet man Grundfragen bekanntlich am besten. Martin Kippenberger und Schlick haben sich in den gemeinsamen Jahren in Graz, nicht zuletzt mt Wolfgang Bauer, ordentlich inspiriert. - Sehr gutes Exemplar, sehr selten. 24 Exemplare des Kerns der 2002(?) erschienenen Schlicknummer des 'Einspinner', jeweils mit einer Originalfotografie versehen.