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Beschreibung:
Ohne welche weder die Herren regieren, noch die Unterthanen gehorchen können. Oder: Gründliche Beschreibung dererjenigen Sachen, so in der Tieffe der Erden wachsen, als aller Ertzen der Königlichen und gemeinen Metallen, auch fürnehmer Mineralien, ... auch Scheidung Goldes Silbers, und anderer Metallen, ... auch zu Nutzmachung anderer mineralischen Berg- und Satz-Arten. Anjetzo aber bey dieser neuesten Auflag nicht nur mit vielen nothwendigen Erläuterungen und Geheimnissen, so entweder Herr Ercker übergangen, und nach der Zeit erfunden worden... Ein sehr vollständig nützlich Werck für Berg- und Hütten-Bediente ... dienenden 42. Figuren geziret ... vermehrt und verbessert Durch J.E.C. Angebunden: Bergwald, Christian. Interpres Phraseologiae Matallurgicae, Oder Erklärung derer führnehmsten Terminorum, und Redens-Arten, welche bey denen Bergleuten, Puchern, Schmelzern, Probierern und Müntzmeistern ... nach dem gemeinen Deutschen uu verstehen .... 34x21 cm. Gestoch. Titel, Titel in Schwarz/Rot, 4 n.n. Bl., 208 S., 4 n.n. S. Register. Mit einem Wappenkupfer und 44 Textzholzschnitten. 36 S. Späterer schlichter Halblederband (im Stil der Zeit) unter Verwendung der alten Vorsatzblättern.
Bemerkung:
5. Auflage. - Der Berg- und Hüttenmann, Münzmeister Lazarus Ercker (vor 1530-1594) studierte ab 1547 in Wittenberg, später wohl auch in Italien, Naturwissenschaften und Mathematik. Praktischen Dienst tat er in der Münze seiner Heimatstadt, weiter als Wardein und Generalprobationsmeister in Dresden, um sich schliesslich 1558, empfohlen vom Kurfürsten August nach kurzem Zwischenaufenthalt in Tirol nach Goslar zu wenden. Hier betätigte er sich auf bergbaulichem und hüttentechnischem Gebiet, wurde braunschweigischer Münzmeister und überreichte als solcher 1563 dem späteren Herzog Julius ein umfangreiches Münzbuch. Um wieder in die alte Heimat zu gelangen, schlug er dem Kurfürsten August ein Probeschmelzen vor, das er 1566 in Dresden durchführte, aber durch die Machenschaften einiger Neider nicht abschliessen konnte; es beraubte ihn ausserdem der Gnade des Kurfürsten. Er ging 1568 nach Sankt Joachimsthal und sodann als Gegenprobierer nach Kuttenberg. Prager Stellen veranlassten ihn, nach der böhmischen Hauptstadt zu ziehen. Hier trat er in den Dienst Kaiser Maximilians II., der ihn als "Buchhalter" zur Verwaltung seiner Güter in der böhmischen Kanzlei beschäftigte. Während dieser Zeit entstand 1574 sein "Grosses Probierbuch". Dieses reich mit Holzschnitten ausgestattete Werk verschaffte bald 200 Jahre lang den Hüttenleuten Mitteleuropas die theoretischen Grundlagen. Kaiser Rudolf II., der Ercker sehr schätzte, führte ihn wieder seinem eigentlichen Berufe zu, ernannte ihn zum Obersten Bergmeister des Königreichs Böhmen und 1583 zum Münzmeister. Er hatte die böhmischen, mährischen und teilweise auch die ungarischen Bergwerke zu begutachten. Die meisten seiner darüber eingeschickten Berichte harren immer noch der wissenschaftlichen Erschliessung. Literatur: ADB VI, P. R. Beierlein, L. E., Bergmann, Hüttenmann u. Münzmeister im 16. Jh., = Freiberger Forschungsheft D 12, 1955 (L); W. Schneider, Das Wolfenbüttler Münzbuch des L. E. (1563), in: Bergakademie 6, 1957, S. 329-32.
Erhaltungszustand:
Gute Erhaltung.