Beschreibung:

XII, 530 S. : Illustr. ; 24 cm; fadengeh. Orig.-Pappband.

Bemerkung:

Sehr gutes Exemplar. - Malte Rolf ist Professor für die Geschichte Mittel- und Osteuropas an der Universität Bamberg. / Das Königreich Polen war die bedeutendste Provinz im Russischen Imperium. Nach der Niederschlagung des polnischen Aufstands von 1863/64 etablierte Petersburg ein neues System der Machtausübung. Malte Rolf beschreibt die Strukturen und Akteure imperialer Herrschaft in diesem nun Weichselland genannten Gebiet. Die Studie schildert die alltägliche Praxis der zarischen Bürokratie und deren oft konfliktreiche Interaktion mit der einheimischen Bevölkerung. Sie zeichnet die Handlungslogiken imperialer Eliten nach und fragt nach Wechselwirkungen zwischen Reichszentrum und Peripherie. (Verlagstext) // INHALT (Auszug) : ... Geistige Zollschranken und grenzüberschreitende Kommunikation: Zarische Zensur und polnische Öffentlichkeit - Die zarische Zensur im Königreich Polen: - Gesetze und Institutionen, Konflikte und Mentalitäten - Eine polnische Gegenöffentlichkeit? Untergrundaktivitäten und - grenzüberschreitende Kommunikation - Zarische Zensur und russische Öffentlichkeit in Warschau - "Im Kampf mit dem Lateinertum": Die Politisierung der Religion und die Konfessionalisierung der Politik - Nation und Religion im Zeitalter des konfessionellen - Paradigmas - Von Schulgebeten und Marienbildern: Stolpersteine einer Religionspolitik im multikonfessionellen Imperium - Das Imperium und die Metropole Das Beispiel Warschau - Die zarische Bürokratie und der städtische Raum: Modernisierung ohne Selbstverwaltung. Warschau 1880-1915 - Warschau um 1900: Verfall einer okkupierten Stadt oder Genese - einer europäischen Metropole? - "Doppelherrschaft" in Warschau: Stadtpräsident und - Oberpolizeimeister und die munizipale Administration - Generalgouverneure und Petersburger Minister: Warschau als Reichsstadt. Imperiale Perspektiven auf einen lokalen Kontext - Die Moderne als urbanes Projekt: Warschau im Wandel und Kontaktzonen einer Konfliktgemeinschaft - Positivisten und Philanthropen: Die Warschauer Gesellschaft und die imperiale Bürokratie im Prozess städtischer Modernisierung - Hausbesitzer und Spekulanten, Konzessionen und Korruption: Modernisierung als Geschäft - Technokratische Stadtvisionen: Die Ingenieure und die urbane Moderne - Imperiale Herrschaft und städtische Modernisierung. Ein Fazit - Teil IV: Verfassungen imperialer Gesellschaft - Russkaja Varsava: Die Imperiale Gesellschaft in Warschau - Wohltätigkeitsverein, Männerklub und Buchhandlung: Anfänge einer Vergesellschaftung der russischimperialen Gemeinde in Warschau - Die "goldenen Jahre": Die russischimperiale Gemeinde im ausgehenden 19. Jahrhundert - Kulturelle Begegnungen und ethnische Selbstabschließungen: Russischimperialer Alltag in einer Vielvölkermetropole - Städtebilder, Raumstrukturen und Kulturhierarchien: Zur Topographie von RussischWarschau - "Nationalisierung der Bildung"? Die Kaiserliche Universität in Warschau und die PolitisierungderProfessorenschaft - Teil V: Das Imperium in der Krise Das Königreich Polen in den Jahren 19001 - Die Revolution von 1905-1907 im Königreich Polen - Erodierende Autoritäten: Tumulte, Anschläge und Gewaltkulturen 1900-1904 - 1904-1906: Die lange Revolution im Königreich - "Wiederherstellung der Ordnung": Dezember 1905-1907 - Der Wandel der Angsthierarchien und die Lehren von 1905: Zum (Um)Denken zarischer Beamter nach der Revolution - Der lange Schatten der Revolution: Ausnahmezustand und Krisenbewältigung 1907-1914 - Alltag im Ausnahmezustand 1906-1909 - Rückkehr der Normalität? Gesellschaftliches Leben und politische Öffentlichkeit in Zeiten von Parlamentarismus und Pressefreiheit. Warschau 1909-1914 - "Zwischen Hammer und Amboss": Der polnischjüdische Konflikt und der antijüdische Boykott von 1912 - Ein fremdes Königreich? Das Weichselland am Vorabend des Weltkriegs - (u.v.v.a.) ISBN 9783486781427