Beschreibung:

Ad Franciscum Valesium, secundum huius nominis Galliarum regem augustißimum. Editio prima. [Druckermarke des Guillaume Des Bois] Lutetiae Parisiorum, Apud Sebastianum Nivellium, sub Ciconiis : & Gulielmum Desboys sub Sole aureo, via Jacobaea. 1561. Cum Privilegio Regis.. 4 Blätter (incl. Titel); 12 Blätter (Praefatio); 302 Blätter; 4 Blätter (Index u. Errata). Blindgeprägter Lederband der Zeit über Holzdeckeln, über vier Bünde geheftet. Mit zwei Schließen. (18,5 x 12,5 cm) Kl.8°.

Bemerkung:

Adams B-2589. USTC 153149 Der Einband mit größeren Alters- und Gebrauchsspuren. Stärker berieben, kleinere Fehlstellen im Lederbezug beider Deckel, eine größere am oberen Kapital, mehrere Wurmlöcher in beiden Deckeln. Anfangs und gegen Ende mit provenienzbedingten Feuchtigkeitsspuren, die im weitaus größeren Teil des des Buches kaum auffallen, wie auch die jeweils vier Wurmlöcher anfangs und gegen Ende. Mit einigen hübschen Initialen geziert. Breitrandig, mit einigen handschriftlichen Randglossen in den weißen Rändern und diversen Vorbesitzereinträgen auf Vorsätzen und Titel, siehe unsere Angaben zur Provenienz weiter unten. Schließen und Schließenfallen vollständig vorhanden, das Buch läßt sich jedoch nicht damit schließen, da der Block etwas sperrig ist. Das digitalisierte Exemplar der BSB mit identischem Titelblatt, jedoch mit der Holzschnitt-Druckermarke des Sébastian Nivelle. Auf dem seitlichen Schnitt handschriftlich ein individueller Titel: "CATECH: BVLEN= / GERI." Das Leder ziemlich berieben, so daß die einzige lesbare Stempelinschrift "APPARV / IT BENI [apparuit benignitas]" lautet. "Editio prima" ist eine "fromme" Lüge der druckenden Buchhändler. Der Dialog über religiöse Fragen zwischen "Theophilus" und "Dorothea" erschien nahezu satzidentisch bereits ein Jahr zuvor, wie der online-Vergleich mit dem im Juni 2009 digitalisierten Exemplar der "Universidad Complutense Madrid" zeigt. Einzige Abweichungen, die beim flüchtigen Zeilenvergleich zwischen dem hier vorliegenden Exemplar und dem digitalisiert online einsehbaren Exemplar sind die unterschiedlichen Jahreszahlen (online: 1560; unser Exemplar: 1561) auf den ansonsten identischen Titelblättern und dem Reklamanten "pseudo" auf Blatt 10 verso der "Praefatio", online "pseu do-", im digitalisierten Exemplar von 1560: "pseudo-". Die beiden Druckfehler auf Blatt I ("fragrans" statt "flagrans" und "capescebat" statt "capessebat", die in unserem Exemplar nach dem Druckfehlerverzeichnis am Ende des Buches handschriftlich korrigiert wurden, finden sich auch schon im digitalisierten Madrider-Exemplar von 1560. Der in Troyes geborene Boulenger, französischer Professor für Theologie, Latein und Griechisch lehrte an der Universität von Pisa wo er 1598 starb, wie Léon Techener 1886 in der 1972 von Slatkine reprinteten "Bibliothèque Champenoise" berichtet. Zur Provenienz: Längerer handschriftlicher Eintrag auf dem vorderen Innendeckel: "Ego frater Matthias Henrici Anno 1628 ... in Aefferden [Afferden, Noord-Limburg ?] ad Mosam [an der Maas] Anno Domini 1631" Auf dem vorderen fliegenden Vorsatz recte: "Ex liberali donatione Fr.[atri] Ambrosij Stoltzenneuner[???] me possidet frater Matthias Henrici Dalensil[???]. Anno 1531 [recte: 1631 ?]." Auf dem Titel: ..."Internio FF.[fratres] Tertiarij [Franziskanertertiare] Conventus B.[eatae] Mariae Virg.[inis] ad Aquas [Marienwasser/ Marienwater, bei Weeze]. Auf dem hinteren Innendeckel: "Ambrosius Stoltzenneuner[?] Remyensis [= Reims? oder Kempensis? = Kempen, geographisch wahrscheinlicher]". * Bitte fordern Sie bei Interesse unsere weiteren, teils umfangreichen Anmerkungen an. *