Beschreibung:

303 Seiten; zahlr. Illustr.; graph. Darst.; Kt.; 23,5 cm; fadengeh. Orig.-Leinenband.

Bemerkung:

Gutes Ex.; Gebrauchs- u. Lagerspuren; Einband berieben u. angeschmutzt; Vorsatz mit großem Exlibris. - Berüchtigter 'Klassiker' / 80.-85.Tsd. --- In Frakturschrift / zahlr. Abbildungen. - " Rudolf Heß und Eduard Max Hofweber (gewidmet) // Karl Ernst Haushofer (* 27. August 1869 in München; ? 10. März 1946 auf dem Hartschimmel-Hof bei Pähl am Ammersee) war ein deutscher Offizier, Geograph und bekannter Vertreter der Geopolitik. ... In relativ dichten Zeitrelationen erschienen mehrere Veröffentlichungen aus seiner Feder wie: die Länderkunde "Japan und die Japaner", das Buch "Südostasiens Wiederaufstieg und Selbstbestimmung" - beide 1923 und ein Jahr darauf "Das japanische Reich in seiner geografischen Entwicklung" sowie "Geographie des pazifischen Ozeans. Studie über die Wechselbeziehungen zwischen Geographie und Geschichte". Durch die damit verbundenen Aktivitäten, öffentlichen Auftritte, Veröffentlichungen und die Lehrtätigkeit galt Karl Haushofer inzwischen als ausgewiesener "Japankenner". Überhaupt war seine bis dahin eingeschlagene akademische Karriere undenkbar ohne seine intensiven Beziehungen nach Japan und ohne das Mitwirken seiner Ehefrau Martha, die durch gezielte Recherchen, Übersetzungen, Korrespondenzen sowie weitere Aktivitäten seine wissenschaftliche Arbeit maßgeblich unterstützte. In diesem Zusammenhang gehörte er zu den Begründern einer neuen Geopolitik, die sich auf Friedrich Ratzel berief. Die Geopolitiker übernahmen den Begriff "Lebensraum" aus der Biologie und übertrugen ihn auf ihre machtpolitischen Überlegungen in den Beziehungen zwischen Großmächten und kleineren Staaten. Die Gefahr eines politischen Missbrauchs dieser scheinwissenschaftlichen Ansätze ignorierten sie zumeist. Besonders deutlich wurde das in Karl Haushofers 1925 erschienenem Buch "Geopolitik des pazifischen Ozeans", in dem er für Japan eine strategische Vorreiterrolle im asiatischen Raum begründete. Das war verbunden mit zahlreichen Diskussionen über die Zukunftsoptionen eines Bündnisses zwischen Berlin, Moskau und Tokyo, die er in der Öffentlichkeit führte und in Lehrveranstaltungen vertrat. Im Jahre 1919 lernte Haushofer Rudolf Heß über einen ehemaligen Frontkameraden kennen. Dieser studierte bei ihm und war auch zeitweilig als sein Assistent tätig. Im Haus des Ehepaares Haushofer war er ein gern und oft gesehener Gast, mit dem Karl Haushofer eine freundschaftliche Verbundenheit pflegte. Als Heß wegen seiner Beteiligung am Hitler-Putsch 1923 zusammen mit Adolf Hitler in Landsberg am Lech inhaftiert und dort von Haushofer mehrmals besucht wurde, kam es auch zu Kontakten zwischen ihm und Hitler. Eine nähere Beziehung zwischen Haushofer und Hitler lässt sich jedoch nicht nachweisen, auch wenn Hitler in Mein Kampf, das er in Landsberg unter Heß' Mitwirkung als Sekretär verfasste, geopolitische Thesen aufgriff. Im April 1924 und im April 1927 nahm Karl Haushofer als Redner an Führertagungen des Bundes Oberland auf Burg Hoheneck (Ipsheim) teil. Ab 1924 war Haushofer in Deutschland Mitherausgeber der "Zeitschrift für Geopolitik", im Jahr 1927 promovierte Heinrich Gattineau bei ihm. Am 2. August 1925 strahlte die Deutsche Stunde in Bayern (ab 1931 Bayerischer Rundfunk) zwischen 20:15 und 20:45 Uhr erstmals Haushofers Rundfunkreihe "Der weltpolitische Monatsbericht" aus. Hier machte er sich dafür stark, die Geowissenschaften näher an die Politik zu rücken. Bei seinen geopolitischen Ausführungen spielte die den Nationalsozialisten nahestehende Idee einer raumbezogenen Determiniertheit die zentrale Rolle. Die Sendung wurde, weil sie "gelegentlich recht einseitig und unlebendig" war, nach sechs Jahren, im September 1931, wieder aus dem Programm genommen. Unmittelbar nach ihrer Machtergreifung kamen die Nationalsozialisten auf Haushofer zurück und sendeten ab Juni 1933 seinen weltpolitischen Monatsbericht auf einem privilegierten, nämlich deutschlandweiten Sendeplatz, als Reichssendung. ? (wiki)