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8 S. Text, 16 Tafeln Mappe.
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Vorbesitzer Vermerk mit Bleistift vorne auf der Mappe, die Mappe ist leicht berieben, ansonsten ein sehr gutes und sauberes Exemplar ohne Anstreichungen. - (Auszug:) 1921/22 erschienen kurz hintereinander zwei Monogra- phien über Bildnereien psychisch Kranker: W. MORGEN- THALER: "Ein Geisteskranker als Künstler", Arbeiten zur angewandten Psychiatrie; Bircher, Bern-Leipzig 1921 und H. PRINZHORN: "Bildnerei der Geisteskranken, ein Bei- trag zur Psychologie und Psychopathologie der Gestal- tung", Springer, Berlin 1922. Beide Werke, vor allem das systematisch aufgebaute und weit ausgreifende Buch PRINZHORNS brachten ihr Thema in einen neuen Hori- zont der Interpretation und der wissenschaftlichen Durch- dringung. Vieles, was vorangegangen war, muss dagegen vergleichsweise als unzulängliches und einseitiges Bemü- hen erscheinen: LOMBROSOS Versuch, seine Theorie der genetisch verankerten Verbindung von Genie und Irrsinn an den krankhaften Seiten der "Irrenkunst" zu exemplifi- zieren; die Pathographien, die den Eigenwert des Kunst- werks und die biographische Einzigartigkeit seines Schöp- fers in die mageren Kategorien einer Krankengeschichte aufzulösen versuchten (MOBIUS); die redlichen Ansätze einer symptomatischen Ausdeutung der Bildwerke künst- lerisch begabter Geisteskranker, die nicht mehr als eine Erweiterung des diagnostischen Feldes leisten konnten (MOHR). Das wissenschaftliche und praktische Interesse an der künstlerischen Produktivität psychisch Kranker ist seit PRINZHORN nicht mehr erloschen. Als anschaulicher Zu- gang zum Verständnis und zur Psychodynamik abnormen Erlebens, als Ausdruck des Verborgenen, nicht Verbali- sierten, als Instrument einer Behandlungstechnik, die in der Förderung gestalterischer Fähigkeiten einen Selbst- findungsvorgang erblickt (C.G. JUNG, G. R. HEYER, W. Th. WINKLER u. a.) und schliesslich als diagnostisches Hilfsmittel zumal bei Langzeitverlaufskontrollen beschäf- tigen die Bildnereien der Kranken einen beständig wach- senden Kreis von Psychiatern und Psychotherapeuten.