Beschreibung:

331 S. : Ill. ; 22 cm Pp.

Bemerkung:

DEUTLICHE ANSTREICHUNGEN Exemplar aus dem Vorbesitz des Philosophen Albrecht Wellmer. Ab 1974 bis 1990 war Albrecht Wellmer Ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Konstanz, von 1985 bis 1987 Professor an der New School for Social Research in New York und seit 1990 Ordentlicher Professor für Philosophie (Lehrstuhl für Ästhetik, Hermeneutik und Human Sciences) an der Freien Universität Berlin; Professor emeritus seit September 2001. Gastprofessuren: Haverford (USA), Stony Brook (USA), Collège international de philosophie (Paris, 1988), New School for Social Research (New York, 1995), Universiteit van Amsterdam (1996). Leichte Lese- und Gebrauchsspuren, gelegentlich Randanstreichungen mit Bleistift. Vorwort 17 Einleitung: So viel Ende war nie - Schlüsselbegriffe im gegenwärtigen Ästhetik-Diskurs 23 I. Kunstimmanenter Aspekt 25 II. Gesellschaftsfunktionaler Aspekt 38 III. Therapievorschläge 43 Erster Teil: Konkretisierung der ?Ende-der-Kunst"-These bei Heidegger, Adorno und Gehlen 53 A. Gesellschaftsfunktionaler Aspekt (1): Die Isolation der Kunst: Verlust der geschichtebildenden Kraft und korrektiven Funktion 54 I. ?Daneben und trotzdem": Sektorialisierung 54 II. Erkrankt an Zwecklosigkeit 60 III. Randlage 61 B. Gesellschaftsfunktionaler Aspekt (2): Die Funktionalisierung der Kunst: Verlust der Wesensdifferenz zum gesellschaftlichen System 62 I. Im Sog der ?Technik": Die ?Auflösung" der Kunst 62 1. Ästhetisierung 64 2. Eingeschlossenheit, ?Bestand" 66 II. ?Kulturindustrie" 67 1. Magisch-kultische Funktion: das Ineinander von Funktion und Autonomie 67 2. Kulturindustrie: Entkunstung durch Funktionalisierung 68 a. Entqualifizierung des Werkes: Das Kunstwerk als Konsumgut 69 b. Ichschwäche des Rezipienten: Psychische Prostitution 70 c. Heteronomie des Künstlers: entertainment 71 III. Kapitalisierung der Kunst 71 C. Kunstimmanenter Aspekt: Erschöpfung des Innovationspotentials und Repristination 74 I. Entwicklungslogik der Musik 74 1. Rationalität 74 a. Konsequenz: integrale Rationalisierung 75 b. Konsequenz zur Leere: Austreibung des Subjekts 76 2. Tradition 77 a. Tradition als Heteronomie und der Zwang zu Neuem 77 b. Reduktionismus und Erschöpfung des Innovationspotentials 79 II. Entwicklungslogik der Malerei 82 1. Reduktionismus - usque ad finem 83 2. Prozeßrationale Erschöpfung: prinzipiell-antithetische Auslotung der Potentiale 86 3. Abstrakte Malerei als Nullpunkt der Entwicklung 91 4. New concern with figure 93 5. Gestaltbeliebigkeit und Preisgabe jeglichen Richtungssinnes; endloses Überleben 95 III. Kunstimmanente Ende-Kriterien bei Heidegger? 97 D. Kann kein Ende sein: Die Notwendigkeit von Kunst und die kunstpraktische Funktion nicht länger anachronistischer Ästhetik 104 I. Gesellschaftsfunktionaler Aspekt 104 1. Modell möglicher Praxis 105 2. Soziale Distanz 106 3. Forderung der technischen Welt 107 II. Kunstimmanenter Aspekt 109 1. Unbegangene Möglichkeiten 109 2. Peinture conceptuelle 111 3. Das ganz andere Element 112 Zweiter Teil: Das Scheitern der Krisenbewältigung aufgrund insuffizienter Modernebegriffe 115 A. Restringierte Moderne: Fortschritt im Material (Adornos Programm einer ?musique informelle ") 116 I. Musique informelle: zwischen Tradition und Leerlauf der Moderne 118 1. Heteronome Notwendigkeit (Serialismus) und heteronomer Zufall (Aleatorik): sinnleere Moderne durch abstrakte Traditionsnegation 118 a. Negation des Subjekts, des Ausdrucks 120 b. Negation der organischen Einheit des Kunstwerks 121 2. Musique informelle: Rettung des musikalischen Sinns durch ?Aufhebung" der Tradition 124 II. Die sinnkonstitutiven Charakteristika einer musique informelle 126 1. Subjektiver Ausdruck 127 a. Subjekt, gebrochen 127 b. Das spekulative Ohr 128 2. Organische Einheit 129 a. Konstruktiv-organische, gänzlich artikulierte Einheit; Ausscheidung des Rückstands traditionell-organischer Idiomatik 129 b. Dynamische, gewordene Einheit 130 III. Die Antinomien der Musique-informelle-Konzeption; das Verzweifelte der Fragestellung 132 1. Prekäre ?Aufhebung" der Tradition durch ?positive" Dialektik 133 a. Das spekulative Ohr - traditionell bestimmt 133 b. Die Ausscheidung des Rückstands organischer Idiomatik und der bloße ?Tonhaufen" 135 2. Concept Music: das Verstummen des Komponisten 137 3. Integration der Popularmusik? 140 4. Sinn-Genese: ?Einverleibung" des Untergangs der Kunst? 141 B. Nivellierte Moderne: Entdifferenzierung des Materials (Heideggers antiästhetische Haltung) 143 I. Malerei 145 1. Van Gogh 145 2. Klee 147 3. Cezanne 148 II. Musik 150 1. Wagner 150 2. Strawinsky 152 3. Webern 154 4. Exkurs: Musik und Wort 155 C. Amplifizierte Moderne: Tradition und Popularkunst als Supplement (Adornos Kritik der ?Postmoderne") 159 I. Kritik der Moderne 161 II. Tradition 165 1. Traditionsbezug 165 2. Kritik des falschen Reichtums vergangener, zu Recht kritisierter Formen; Kritik der postmodernen Ironie 167 III. Popularkunst 174 1. Integration der Popularkunst 174 2. Kritik einer regressiven Nivellierung dichotomisierter Kunst 178 D. Übergang zur ?latenten Moderne" 184 I. Fortschrittlich in der Formgebung 184 II. Das Unsichtbare im Augenfälligen 188 Dritter Teil: Die latente Moderne: Ent-deckung der generativ- destruktiven Ästhetik 191 A. Das Bewegungsgesetz der (De-)Komposition (Adornos Alban-Berg-Interpretation) 191 I. Bergs Aktualität: die Antwort auf das Verstummen der Moderne 193 1. Adornos Berg-Analyse: Im Horizont des Verstummens der Moderne 194 2. Kritik ungenügender Berg-Interpretation: Berg als Praemoderner; die Gefahr einer ?falschen" Auferstehung der Kunst 197 3. Ein neuer Begriff von Analyse 198 Konstitution der Bergschen Musik: Das Ineinander von Gestaltung und Auflösung 200 201 203 1. Auflösungstendenz der Musik: Rückruf ins Nichts a. Nicht Substanzen, sondern Funktionen 201 b. Negative Totalität; Amorphes, Chaos, Schwebendes c. Musikalische Zellteilung; Mikrotechnik 203 d. Übergang 205 e. Musikalischer Todestrieb; Nichts; ?Kapuzinerprinzip" reduktiv 207 2. Komponieren aus dem Nichts: die Erzeugung der Gestalt 209 a. ?Kapuzinerprinzip" generativ; das Nichts zum Etwas machen; die Differenziertheit der Gestalt 210 b. Sich dem Stummen, dem Chaos, den Fragmenten entringend 211 c. Kraftzentrum, die Gestalt zu speisen: Nichts, Schweigen, Pause, das Weggelassene 212 3. Musik-Struktur: Gestaltung aus dem Nichts ins Nichts hinein; mehrschichtiges Hören; Wahrnehmbares/ Nichtwahrnehmbares 213 B. Identitätsirritationen (Gehlens Bemühungen um eine Erneuerung der ?peinture conceptuelle") 220 I. Identitätswechsel: Tachismus 222 II. Identitätsunterlaufung: Albers' pseudostereometrische Bilder 223 III. Identitätszweifel: Bild oder Sache 223 1. Täpies 223 2. Kryptogramm (Klee) 223 IV. Sinn-Identitätszweifel: Tastbilder 224 V. Identitätsforcierung: hyperrealistische Malerei 225 VI. Identitätsspiel: das halbabstrakte Bild 225 C. Ereignis-Enteignis-Kunst (Heideggers späte kunstphilosophische Wege) 227 I. Cezanne-Interpretation 228 1. Quellenlage 228 2. Der Horizont der Interpretation 232 3. Cezanne: Die gemalte Überwindung von Anwesendem und Anwesenheit 235 4. Einwände 241 a. Philosophie oder Kunst? 241 b. Singularität Cezannes? 242 II. Klee-Interpretation 244 1. Zwischen gewesener und heutiger metaphysischer Kunst: das Werk Paul Klees; Heideggers Kritik am Kunstwerkaufsatz 246 2. Der Wandel der Kunst 248 a. Das Vor-bildliche und die Seinsvergessenheit 249 b. Das Ur-bildliche und das Ereignis 250 c. Bildsamkeit von Welt; Her-vor-bringen; ?Sehen" 252 d. Nicht Bilder, sondern Zustände 257 e. Das Sichtbare und das Unsichtbare 260 Resümee und Ausblick: Die Impulse generativ-destruktiver Ästhetik für die gegenwärtige Kunst- und Ästhetik-Situation 265 I. Die latente Moderne: Geburt der generativ-destruktiven Ästhetik aus der Einverleibung der Sinn-Negation der Innovationsmoderne 266 II. Noch einmal: Adornos Programm einer ?musique informelle" oder Form als der eine affirmative Sinn 271 III. Die Form-(Inhalts-)Ästhetik des Abendlandes: das Bannen in die eine Sinn-Gestalt 273 IV. Das ?Ende der Kunst" als Vollendung der Form-Ästhetik durch Liquidation des Inhalts 274 V. Noch einmal: Heidegger - ?Überwindung" der Form- (Inhalts-)Ästhetik durch antiästhetische Haltung? 276 VI. ?Überwindung" der (substantiellen) Form-Ästhetik durch deren Rückführung auf die (funktionale, formgenerierende und formdestruierende) In-Form-Ästhetik 279 VII. Noch einmal: ?Post-Moderne" und der Rückgriff auf Tradition und Popularkunst 280 VIII. ?Offenes" Kunstwerk und ?produktive" Rezeption 284 IX. Sensibilisierung für das Unsichtbare/Unhörbare und östliche Ästhetik 287 X. Reformulierung und konkrete Austragung traditioneller Antinomien 290 XI. Noch einmal: Gehlen - Einfriedung der --=». Kunstirritation? 292 XIL Zur praktischen Relevanz generativ-destruktiver Ästhetik 296 Literaturverzeichnis 304 Personenregister 321 Sachregister 325 ISBN 9783495478486