Beschreibung:

192 S., zahlr. Abb. Br. *im Fußschnitt gestempelt, sonst neuwertig*

Bemerkung:

»Was der Landvermesser zunächst erblickt, ist nicht ?Landschaft?, sondern Vielheit des Einzelnen, in die Schwebe gebracht als eine sich bis in die Ferne erstreckende Folge von Mustern, die die Felder und Seen, Flüsse und Täler in chromatischer Folge dem Grund einschreiben? Im Zugriff des Katasteramts wird die Natur zum Objekt, zum Konstrukt des menschlichen Geistes.« Am Ende der Nachahmungsästhetik formiert sich die Gattung des Landschaftsbildes neu. Gerade mit den Versuchen, bildnerische Äquivalente für erfahrene Erscheinungsmomente der Natur zu entwickeln, vollzieht die Kunst nach 1800 eine Reorganisation ihrer pikturalen Mittel. Das Kunstwerk muß die Natur auf Strukturen prüfen, die ihr im Bild Dauer und Gegenwart verleihen. Wird so die Abbildfunktion abgelöst zugunsten von Ordnungsprinzipien, die die zweidimensionale Fläche erfordern, treibt allein das Bild die Landschaft hervor ? mit Hilfe seiner ureigenen, da visuellen Mittel. Mit Beiträgen von Oskar Bätschmann, Claudia Blümle, Werner Busch, Oliver Jehle, Carolin Meister, Richard Hoppe-Sailer, Regine Prange, Gregor Stemmrich, Kerstin Thomas und Christoph Wagner.