Beschreibung:

201 S. Gr.-8°, O.Krt.; Frakturschrift

Bemerkung:

Heft in akzeptabler Erhaltung, Einband gedunkelt, Ecken mit kl. Fehlstellen, Rücken beschädigt, Bindung gelockert, Seiten überw. hell und sauber, Ecken knickspurig, mit deutl. Lager- und Gebrauchsspuren. Als Gottscheer (Göttscheabar, Mehrzahl Göttscheabar?, slowenisch: Kocevarji, kocevski Nemci) wird die ehemalige deutschsprachige Bevölkerung des Gottscheer Landes (Kocevska) im Herzogtum Krain (heute: Slowenien) bezeichnet, einer deutschen Sprachinsel, deren Zentrum die Stadt Gottschee (Göttscheab, slowenisch Kocevje) war. Das Siedlungsgebiet umfasste eine Fläche von ungefähr 860 km² mit 177 Ortschaften. Die Gottscheer, die teils als Bauern von der Landwirtschaft, teils als umherziehende Krämer in sehr einfachen Verhältnissen lebten, bewahrten ihren altertümlichen südbairischen Dialekt, das Gottscheerische, sechs Jahrhunderte lang bis zu ihrer Umsiedlung unter den Nationalsozialisten 1941.