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117 Seiten; Illustr.; 22 cm; kart.
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Gutes Exemplar; leicht Gebrauchs- u. Lagerspuren; der illustr. Einband berieben. - Arbeitsexemplar des libertären Dokumentaristen u. Widerstandsforschers Hansdieter Heilmann (1943-2019), mit vielen Text - u. Zettel-Beilagen. - Vorwort zur Ausstellung: Hans Mayer. - Hansjörg Viesel (1941?2022), deutscher Antiquar und Autor (wiki-Kurzeintrag) // INHALT : Harry Pross ------ Revolution und Rätebewegung in München 1918/19 ------ Hansjörg Viesel ------ "Herr Soundso und seine Zeit" ------ Hansjörg Viesel ------ Die Münchner Räterepublik vom 4. April bis 2. Mai 1919 ------ Vorgeschichte und Verlauf - Eine Chronologie ------ Erich Mühsam ------ Niederschönenfeld. Eine Chronik in Eingaben ------ Ernst Toller ------ Protokoll der Vernehmung vor dem Staatsanwalt am 4. Juni 1919 ------ Ret Marut (B. Traven) ------ Bericht über Verhaftung und Flucht ------ Wilhelm Michel Gustav Landauer ------ Ernst Niekisch Erinnerungen an Ernst Toller ------ Erich Mühsam ------ Heroenkult und Selbstkritik ------ Oskar Maria Graf Über Ernst Toller ------ Oskar Maria Graf München im Mai 1919 ------ Margarete Frankenschwerth-Wolfenstein ------ Alfred Wolfensteins Verhaftung ------ Alfred Wolfenstein Ernst Toller ------ Eugen Levine Die Geweihten ------ Drei Dokumente zur Erschießung von Eugen Levine ------ Max Zillibiller ------ Auszüge aus seinem Tagebuch ------ Franz Lipp Bericht zur Lage ------ Eugen Neuberger Münchener Revolution ------ Ret Marut (B. Traven) ------ Presse-Freiheit oder Befreiung der Presse ------ Rolf Recknagel ------ Das letzte Rätsel bei Marut-Traven ------ Eduard Trautner Terror ------ Erich Mühsam ------ O Schneppenhorst, O Schneppenhorst... ------ Oskar Maria Graf ------ Münchener Revolutionsgeschichten ------ Oskar Maria Graf Manifeststück ------ Fritz Gross ------ Erich Mühsam (Gedicht) ------ Fritz Gross Gustav Landauer ------ Fritz Kunz ------ Protokolle von Versammlungen Münchner Betriebsräte ------ Polizeibericht ------ Die Münchner Räterepublik im April 1919 und ihre Gewalttaten ------ Verzeichnis der Exponate. // Die Münchner Räterepublik, auch Bayerische Räterepublik genannt, wurde am 7. April 1919 ausgerufen. Sie stellte den etwa vier Wochen währenden Versuch dar, im fünf Monate zuvor gegründeten Freistaat Bayern eine sozialistische Räterepublik zu etablieren. ? Der als Ergebnis der Revolution aus dem vormaligen Königreich Bayern am 8. November 1918 von Kurt Eisner (USPD) ausgerufene "Freistaat" geriet nach dem am 21. Februar 1919 ausgeführten tödlichen Mordanschlag auf Eisner, dem ersten Ministerpräsidenten der bayerischen Republik, in eine Krise, die zur Spaltung der vorher schon relativ heterogenen und instabilen revolutionären Bewegung in Bayern führte. Im Zuge dieser von einem politischen Machtvakuum geprägten Krise sprachen sich die einander gegenüberstehenden Interessengruppen gegenseitig die Legitimation für eine neue Regierungsbildung ab. Dennoch wählte der Landtag eine SPD-geführte Minderheitsregierung unter der Ministerpräsidentschaft von Johannes Hoffmann (MSPD); die Regierung Hoffmann amtierte ab dem 17. März 1919. Am 7. April 1919 wurde vom Zentralrat der bayerischen Republik unter Ernst Niekisch und dem Revolutionären Arbeiterrat in München die bayerische Räterepublik ausgerufen. Hoffmann geriet in München in die Defensive, wurde für abgesetzt erklärt und wich mit seinem Kabinett nach Bamberg aus. In ihrer Führung war die Räterepublik zunächst von pazifistischen und anarchistischen Intellektuellen wie Ernst Toller, Erich Mühsam und Gustav Landauer geprägt. Nach dem von Rotgardisten unter dem Kommando Rudolf Egelhofers vereitelten - gegen die Räterepublik gerichteten - sogenannten Palmsonntagsputsch dominierten ab 13./14. April führende KPD-Mitglieder wie Eugen Leviné, Max Levien und Egelhofer selbst (als Münchner Stadtkommandant) die Räteregierung. Die Münchner Räterepublik hatte sich von Anfang an paramilitärischer Angriffe der von Bamberg aus mobilisierten Freikorpsverbände zu erwehren, die wenig später von regulären, durch die Reichsregierung in Marsch gesetzten Armee-Einheiten verstärkt wurden. Bis zum 2. Mai 1919 unterlag die Räterepublik schließlich deren militärischer Übermacht. Rund 2000 vermeintliche oder tatsächliche Anhänger der Räterepublik wurden in den nachfolgenden Wochen mit Haftstrafen sanktioniert, von Standgerichten zum Tode verurteilt oder unmittelbar ermordet. ? (wiki)