Beschreibung:

16 S. Gr. 8°.

Bemerkung:

------ Heinz Ludwig Greve (als Autor bis 1961 auch Lutz Greve, Luz Greve und H. L. Greve; * 23. September 1924 in Berlin; gest. 12. Juli 1991 vor Amrum) war ein deutscher Schriftsteller und Bibliothekar sowie Bibliotheksleiter. Er besuchte die staatliche Volksschule und ab 1934 bis zur Zwangsschließung 1939 die Private Jüdische Waldschule Grunewald der Toni Lessler. Am 10. November 1938 wurde sein Vater verhaftet und kam für einige Wochen in ein KZ. Im Mai 1939 versuchte die Familie mit dem Hapag-Schiff St. Louis über Hamburg und Cherbourg nach Havanna zu emigrieren. Bei der Irrfahrt der St. Louis wies Kuba das Flüchtlingsschiff zurück. Auch Florida ließ die 921 Emigranten nicht an Land. Das Schiff musste zurück, Antwerpen nahm die Flüchtlinge auf; von dort fuhr die Familie mit einem Frachter nach Boulogne-sur-Mer. Hier wurde die Familie getrennt, Ludwig Greve und seine 4 Jahre jüngere Schwester Evelyn kamen in Heimen unter. Im Juni 1940 musste er mit den Heimkindern nach Montintin bei Limoges fliehen. Im August 1942 entging er der Verhaftung, tauchte unter und begann unter dem Namen Louis Gabier für die Résistance zu arbeiten. Seine Versuche, für die Familie falsche Pässe zu besorgen, um ihr zur Flucht zu verhelfen, misslangen: Vater und Schwester wurden 1944 in ein Vernichtungslager deportiert, seine Mutter konnte er jedoch nach Lucca in Sicherheit bringen. Von dort wanderte er 1945 mit ihr nach Palästina aus. Hier begann die lebenslange Freundschaft mit dem Ehepaar Margot und Max Fürst, die 1950 wieder nach Deutschland zurückkamen.