Beschreibung:

46 S. geh.

Bemerkung:

Sehr gutes Exemplar - Inkl. Original-Radierung des Künstlers, händisch nummeriert: 90/100 und monogrammiert: HJ86. Format 24×12,5cm, Platte: 22×10,5cm. / ?Wir dürfen mit diesem Titel die Reihe der >St. Gertruden-Formate< fortsetzen. Die Erlaubnis verdanken wir dem Wohlwollen des Wilfried Weber, Chef der Hamburger Bücherstube Felix Jud< und Initiator der literarischen Veranstaltungen im Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg.Dies Thema, unter das man mich hier hingestellt hat, es war nie mein Thema. Oktroyiert hat man's mir. Herr Weber war's, der schon seit einiger Zeit dem Hamburger Senat so eine Halskrause von Schöngeisterei verpasst. Die einschlägige Behörde sollte ein Auge auf solche Meriten haben! DER war's! - Warum, weiss der Geier. Vielleicht dachte er sich, allein schon die Vorstellung: "Dieser Janssen als Bürgermeister!" sei derart komisch, dass es die 3000 Mark Honorar lohnt, und wenn diese Spuk-Vorstellung mit Leibhaftigkeit und in Wörtern gemalt ist - ei, da wird es wohl 1000 Stühle bedecken. Setzen Sie sich also bequem zurecht. Ich habe dies nicht gewollt - dies Thema nicht! Denn nicht mal im Traum würde mir sowas einfallen. Aber wie's so ist - einem abstrusen Hirn scheinen partout keine Grenzen gesetzt, wenn es um Abstruses geht. Also - vor kurzem träumte mir tatsächlich, ich SEI Bürgermeister. Ein Alptraum, sagten alle, die mit in dem Traum waren. Nun wissen wir Träumer ja, dass das, was wir die Kausalität und Logik nennen, in der Wirklichkeit des Traumes ausser Kraft gesetzt ist. Aber vielleicht war es GENAU DAS, was mir den Traum so realistisch erscheinen Hess. Nur war da ein kleiner Unterschied: In diesem Traum-Hamburg herrschte im Sinnlosen eine Klarheit und im Chaos eine Durchsichtigkeit, die man im wachen Zustand auf dem Rathausmarkt zwischen 700 und 1900 nicht hat. Das Resultat dieser traumhaften Ein- und Durchsichten war klar: Diese Stadt hat keine Probleme - diese Stadt IST ein Problem. Problemburg namens Hamburg. ? (S. 7) ISBN 3923848102