Beschreibung:

auch allerhand Wunderbarli-Ichen Wahr- und Vorsagun-gen/ mit untermischter Bauren-Practic/­ Tag- und Zeitwehlungen/ &c. ­ Nicht weniger ­ Viel Seltzame/ jedoch Warhaffte Wunder-Geschichten/ ­ und andere Merkwürdige Begebenheiten/ samt Beyfügung etlicher ­ Künst- und Wissen-schafften befindlich. ­ Woraus ein Jeder/ der nur Lesens uns Schreibens kündig/­ nicht allein Jedes Jahr die beweglichen Fest und dergleichen Ding/ so zu ­ Einem Calender notwendig erfordert werden/ leichtlich finden: ­ Sondern auch lernen kan/ Jhm und andern die Nativität zu stellen/ ­ und aus fleissiger observation künfftig Gewitter/ Krieg/ Kranckheit/ ­ Frucht- und Unfruchtbarkeit vorzusagen. ­ [Holzschn.-Verlagssignet] ­ Der sIMpLI­ Clo geVVogen/­ Kan seln stetIg ­ Vnbe-trogen.. Mit gestochenem Frontispiz, rot-schwarz gedrucktem Titel mit Holzschnitt-Verlegermarke sowie mit einigen schematischen Textholzschnitten. 236 (pag. 234) S. (59/60 doppelt paginiert). Quarto (wohl etwas späterer) Ganzpergamenteinband

Bemerkung:

.Goedeke III, 252, 9b. ? Faber du Faur 1173. ? Seebaß-Edelmann 353. ? Koschlig, Grimmelshausen 239 Anm. ? Scholte 223 Anm. ? Dünnhaupt III, 1842, 12.2. - Battafarano 41. - Scholte S. 16 und Taf. V und IX. Überaus seltene und wohlerhaltene, erste Ausgabe und zugleich der erste Druck aus der ersten Officin in Fulda."Grimmelshausen's most ambitious work" (Faber du Faur) - "Keine der vergleichbaren Schriften der Epoche erreicht den Rang von Grimmelshausens Ewigwährendem Kalender... Von der größten Bedeutung ist es aber, daß man den Charakter des Kalenders als einer versteckten Poetik erkannt hat" (Haberkamm im Beiheft zum Faks.-Druck). Nach Scholte und Faber du Faur geht das bemerkenswerte Frontispiz auf eine Vorzeichnung Grimmelshausens zurück; es zeigt die Mitglieder der simplicianischen Familie, in der Mitte ein Porträt von Grimmelshausen, das bis zur Entdeckung des Gemäldes auf einer Londoner Auktion 2005 als einziges verbürgtes Porträt galt. - "Dieses Buch ... ist für Grimmelshausens Arbeitsweise ungemein belehrend. Wir sehen hier, wie er Anekdoten ... sammelte, die in passender Bearbeitung zum Teil in die Simplicianischen Schriften übergegangen sind; wir finden hier Mitteilungen über sein Leben und über seine Schwarzwaldumgebung ... wir können hier schließlich auf Schritt und Tritt verfolgen, wie er selbst studiert und wie er das Gelernte seinen Lesern mitteilt" (Scholte).