Beschreibung:

Faksimile der 1817 in London erschienenen Erstausgabe. Eines von 1000 nummerierten Exemplaren. VIII, 589 S. 22 x 14 cm, Leder mt umlaufendem Sprengschnitt

Bemerkung:

Verlagsfrisch. Als den »Ökonom der Ökonomen« bezeichnet der Nobellaureat Paul A. Samuelson den Engländer David Ricardo (1772-1823). Ein anderer Nobelpreisträger, George J. Stigler, sieht in ihm den »strengen Logiker und wirkungsvollen Diskussionsredner«, während Horst Claus Recktenwald »die Wirklichkeitsferne« seiner Theorie bemängelt. Ricardos erste eigene Publikation »The High Price of Bullion« (1810) beschäftigte sich mit der Geldpolitik der englischen Regierung, und nach einer Abhandlung über die Rente, die sich eng an Malthus orientierte, veröffentlichte er 1817 sein gewichtigstes Werk: »On the Principles of Political Economy and Taxation«. Dieses Buch gilt als Meisterwerk der isolierenden Abstraktion, Synthese und Logik. Ricardo schuf damit, bahnbrechend, erstmals ein umfassendes, in sich geschlossenes theoretisches System - eines der eindrucksvollsten Modelle der Politischen Ökonomie. Ricardo setzt sich ausführlich mit dem Begriff des Tauschwertes auseinander, behandelt den Wohlstand und die Armut in den gesellschaftlichen Klassen sowie die Zusammenhänge der Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital und entwickelt allgemeine Grundsätze der Besteuerung. Der Nobelpreisträger Kenneth J. Arrow untersucht in seinem Kommentar kritisch und einfühlsalm Ricardos Leistung aus der Sicht moderner Erkenntnis und Methode.