Beschreibung:

359 S., mit Frontispiz (Holzschnitt) u. Titelvignette, 8°, Illus. O-Pappband (Bezugspapier an beiden Kapitalen abgesetzt)

Bemerkung:

Bloch 2/2390. - Leopold Perutz (1882-1957) blieb trotz seiner erfolgreichen Romane immer finanziell von seiner Familie abhängig. Der Tod seiner Frau im Jahre 1928, kurz nach der Geburt des 3. Kindes, warf Perutz aus seiner erfolgreichen Laufbahn. Die persönliche Krise fiel mit der politischen Krise in Österreich zusammen. Perutz emigrierte im Juli 1938 nach Palästina. Sein literarisches Werk besteht zum großen Teil aus historischen Romanen, die Ergebnisse umfangreicher Quellenstudien sind. Ungezwungen nutzte er Bestandteile theologischer u. magischer Weltbilder. "Die dritte Kugel" war sein erster Roman, in dem der Deutsche Graf Grumbach im 16. Jh. auf Seite der Azteken gegen die spanischen Konquistadoren kämpft. Ein Pakt mit dem Teufel verhilft Grumbach zu einer Arkebuse mit drei verfluchten Kugeln. - Einband berieben, bestossen u. tlw. gebräunt; min. leseschief; tlw. leicht fleckig; fast durchgehend mit einer angeknickten Ecke, sonst ein gutes Expl.