Beschreibung:

Novam juris publici universalis disciplinam continentes. Insertis aliquot de jure sacrorum & Ecclesiae, capitibus. Editio tertia, priore multo locupletior. Cum Indice rerum necessario.. Gr.-8vo. Ganzseitiges Titelkupfer (Porträt Hubers), Tb. mit Vignette, 2 Bll., 646 S. Schöner zeitgenössischer Pergamentband mit Deckel-Blindprägung, auf fünf Bünden geheftet, schöner umseitiger Rotschnitt.

Bemerkung:

Hauptwerk Hubers in einer posthumen Ausgabe, erstmals 1672 erschienen. - Das Werk wurde von Huber bis zu seinem Tod ständig überarbeitet und wegen seiner großen Bedeutung als 'Allgemeine Staatslehre der Aufklärung' bezeichnet. Sein entworfenes Rechtssystem beruht auf dem freien Willen autonomer Subjekte und gilt deshalb als Brücke zu einem demokratischen Rechtsstaat. Aus dem von ihm entworfenen Konzept der Volkssouveränität ergibt sich eine Einschränkung der Regierungsgewalt und ein Widerstandsrecht des Volkes. Huber ist einer der bedeutendsten Vertreter der sogenannten Eleganten Holländischen Jurisprudenz. Als Zeitgenosse von Gerard Noodt und Johannes Voet zählt er zu den bedeutendsten holländischen Juristen überhaupt, übertroffen in der Wirkung allein von Hugo Grotius. Er lehrte an den Universitäten von Franeker, Utrecht und Leiden und wirkte am Appellationsgericht von Friesland. 1636: geboren am 13. März in Dokkum, Friesland 1651. Beginn des Universitätsstudiums in Franeker zunächst Griechisch, Latein, Geschichte und Philosophie 1652: Wechsel auf die juristische Fakultät 1656: Studienreise nach Utrecht, Marburg und Heidelberg 1657: Promotion in Heidelberg am 14. Mai "de jure accrescendi" 1657: Ernennung zum Professor für Eloquentia, Historia et Politica in Franeker 1659: Heirat mit der Enkelin von Althusius am 4. Dezember 1660: am 1. Juni wird Huber rector magnificus (wieder: 1666-67 und 1677-78) 1662: Vorlesungen auch in der juristischen Fakultät 1665: Wechsel auf einen juristischen Lehrstuhl als Nachfolger von Wissenbach 1667: Professor primarius und Pandektenprofessor 1670: Ablehnung eines Rufes nach Leiden, Erweiterung der venia legendi für das ius publicum 1679: Ernennung zum Ratsherr am Hof von Friesland 1682: Rückkehr nach Franeker, Beginn seiner Privatvorlesungen 1694: am 8. November stirbt Huber in Franeker

Erhaltungszustand:

(Papier etw. stockfl., Exlibris auf Innendeckel).