Beschreibung:

Klein-8°. 17 x 11,5 cm. VI Seiten, Seite [5]-447; VI Seiten, Seite [5]-550; 3 Blatt, 222 Seiten; 2 Blatt, 288 Seiten. Gemusterte grüne Leinenbände der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und schwarz- und goldgeprägten Fileten sowie marmoriertem Schnitt.

Bemerkung:

Die ersten beiden Bände in zweiter Ausgabe, die Bände 3 und 4 in erster Ausgabe. Hirschberg (Taschengoedeke) 292. Wilpert/Gühring 5. Die ersten beiden Bände wurden, wie auch vorbeugend alle weiteren geplanten Bände, umgehend nach ihrem Erscheinen durch Gustav von Rochow verboten, während Laube gerade wegen burschenschaftlicher und demagogischer Umtriebe vor Gericht stand. Das Oberzensurkollegium entschied, "[d]as Buch habe 'eine in höchstem Grade unsittliche, an die verderblichen Richtungen eines Heine und Wienbrack [statt Wienbarg!] sich anschließende Tendenz, die auf eine scheinbar vergeistigte, aber um so verführerische Herrschaft der rohesten sinnlichen Lust hinausgehe und wobei nicht selten auch unumwunden die giftigste Feindschaft und Lästerung gegen das Christentum und die christliche Kirche hervorträten'" (Houben I, 477 f.). Dennoch erschienen nachdem Laube nach 18monatiger Haft im April 1835 aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, 1836 noch einmal die ersten beiden sowie erstmalig auch die beiden letzten Bände. Später wurde noch eine Fortsetzung, "Neue Reisenovellen", publiziert. Einbände gering berieben, kleines Exlibris auf Vorsatz, Seiten leicht gebräunt und stellenweise etwas stockfleckig. Gutes bis sehr gutes Exemplar.