Beschreibung:

8vo. 3 Bll., 340 S. (angebunden:) DOHM, Christian Wilhelm, Ueber den deutschen Fürstenbund. Berlin, bey dem Königl. Hofbuchdrucker G. J. Decker, 1785. 2 Bll., 140 S. Einfacher Pappband d. Zt.

Bemerkung:

Erste Ausgaben. - "Anfang 1786 folgte (von Müller) einem Ruf als Bibliothekar an den Hof des Mainzer Erzbischofs Friedrich Karl v. Erthal, der ihn im März zum Hofrat ernannte... Am Hof des Reichserzkanzlers kam M. mit der Reichspolitik in unmittelbare Berührung. Die hochfliegenden Pläne Erthals, der als einziger kath. Reichsfürst dem von Friedrich II. 1785 gegründeten Deutschen Fürstenbund beigetreten war, unterstützte M. mit aufsehenerregenden Schriften: 'Zweierlei Freiheit' (in: Teutsches Museum, Juni 1786), 'Darstellung des Fürstenbundes' und 'Teutschlands Erwartungen vom Fürstenbunde' (anonym, 1787 bzw. 1788). Sie begründeten M.s Ruhm als politischer Publizist. Er sah mit einer Gruppe reichspatriotisch gesinnter Geister im Fürstenbund eine Reichsreformbewegung. Erthal beteiligte M. seit Herbst 1787 an der Reichspolitik, ernannte ihn im April 1788 zum Wirklichen Geheimen Legationsrat und bald darauf zum Geh. Konferenzrat und Mitglied der Staatskonferenz, 1791 zum Geh. Staatsrat..." (Matthias Pape, NDB 18, 1997, S. 315ff.). - Johannes von Müller (1752-1809, der berühmte Historiker und Staatsmann. Christian Konrad Wilhelm von Dohm (1751-1820), Bewunderer Friedrichs II., preußischer Diplomat, politischer und historischer Schriftsteller, besonders berühmt für für seinen Beitrag zur Judenemanzipation (über die bürgerliche Verbesserung der Juden von 1781).

Erhaltungszustand:

(St.a.Tbrückseite und Schnitt, kl. Rückenschildchen).