Beschreibung:

XI, 413 S., Abb. Originalleinen mit Schutzumschlag.

Bemerkung:

Aus der Bibliothek von Prof. Wolfgang Haase, langjährigem Herausgeber der ANRW und des International Journal of the Classical Tradition (IJCT) / From the library of Prof. Wolfgang Haase, long-time editor of ANRW and the International Journal of the Classical Tradition (IJCT). - sehr guter Zustand - Seit der Wiederentdeckung Pieros della Francesca und seitdem die Malerei Ferraras wieder Beachtung fand, erscheint die Kunst des Quattrocento in einem neuen Licht. Nicht zuletzt dadurch ist die Vorstellung, die sich das 19. Jahrhundert von der Renaissance gemacht hat, heute überholt. -- Nachdem André Chastel in dem vorhergehenden Band des Universums der Kunst die großen Zentren der italienischen Renaissancekunst dargestellt hat, untersucht er hier ihre bedeutendsten Kunstgattungen : Architektur, Skulptur und Malerei. Dabei geht er nicht von den einzelnen Künstlerpersönlichkeiten aus, sondern rückt die Gestaltungsprinzipien in den Vordergrund, die für die Kunst Italiens von 1460 bis 1500 bestimmend waren. -- Diese Zeit, in der die Spätgotik noch nachwirkte, sich der Aufschwung zur Hochrenaissance schon bemerkbar machte und flämische Einflüsse Bedeutung gewannen, war geprägt von einer Fülle künstlerischer Spannungen, die der Epoche ein eigenwilliges Gesicht verliehen. Der Wettstreit der Künste führte zu Rivalitäten der Kunstgattungen und zu Diskussionen in der Ästhetik, die bis ins 18.Jahrhundert reichten. Die Kunstgattungen durchdrangen einander und verbanden sich zu Schöpfungen, die man in der Sprache des 19.Jahrhunderts als »Gesamtkunstwerk« bezeichnen könnte. -- Die Vielfalt der Kunstströmungen, ihre Ansätze und Auswirkungen, führt uns Chastel in diesem Band deutlich vor Augen und erhellt so unser Verständnis für diese Epoche.