Beschreibung:

90 S. Laminierter Karton.

Bemerkung:

Aus der Bibliothek von Prof. Wolfgang Haase, langjährigem Herausgeber der ANRW und des International Journal of the Classical Tradition (IJCT). - Altersbedingt leicht vergilbt, sonst guter Zustand. - VORWORT Die Fasten Numidiens sind vor mehr als einem halben Jahrhundert von A. C. Pallu de Lessert im Rahmen seines zweibändigen Werkes, Fastes des provinces africaines (Proconsulaire, Numidie, Maurétanies) sous la domination romaine, Paris 1896-1901, zusammengestellt worden. Diese hervorragende Arbeit hat den Grund für die Prosopographie des römischen Afrikas gelegt und ist als Ganzes auch heute noch nicht überholt. Für Numidien besitzen wir größere Nachträge aus der Feder von R. Lan- tier, Quelques additions aux fastes de la province romaine de Numidie, RSAC 45, 1911, iff. (zum Teil fehlerhaft) und R. Cagnat, Sui governatori della Numidia, Atti del IV congresso nazionale di studi romani 4, 1938, 290ff. Eine revidierte Liste für die Jahre 193-268 veröffentlichte E. Birley, The Governors of Numidia A. D. 193-268, JRS 40, 1950, 60ff.1 Numidien ist ebenfalls enthalten in dem kürzlich erschienenen Werk von Bengt E. Thomasson, Die Statthalter der römischen Provinzen Nordafrikas von Augustus bis Dio- cletianus, 2 Bde., Lund i960, das jedoch vor Diokletian abbricht. Eine Neubearbeitung der gesamten Fasten Numidiens stellte M. Leglay auf dem Epi- graphikerkongreß in Rom 1957 in Aussicht, vgl. Atti del terzo congresso in- temazionale di epigrafia greca e latina, Roma 1959, 233. Die vorliegende Arbeit schließt zeitlich an Birley an und soll das Verzeichnis der Statthalter Numidiens zwischen 268 und 320 auf den heutigen Stand der Forschung bringen. Darüber hinaus ist versucht worden - teils in den prosopographischen Abschnitten selbst, teils in gesonderten Kapiteln -, die einschlägigen Probleme der Verwaltungsgeschichte Numidiens in der angeführten Zeit zu erörtern. Die in der Überschrift zu jedem Präses angegebenen Daten beziehen sich auf einen möglichst eng begrenzten Zeitraum, für den der Betreffende in Numidien nachweisbar ist, ohne daß damit etwas über die Dauer der Statthalterschaft gesagt wird, die wir nur in wenigen Fällen annähernd zu bestimmen vermögen. Für die modernen Namen der Inschriftenfundorte wurde die französische Form gewählt, in der Regel nach St. Gsell, Atlas archéologique de l?Algérie, Alger/Paris 1911. Lediglich bei der häufigen Nennung von Lam- baesis wurde darauf verzichtet, jedesmal Lambèse hinzuzufügen.