Beschreibung:

Grundriss des Eigenthümlichen der Wissenschaftslehre, in Rücksicht auf das theoretische Vermögen, als Handschrift für seine Zuhörer (1795). Drei Bände gebunden in einen.. VIII, 68; XII, 339 (1); (IV), 108 Seiten. 20 x 12,5 cm, zeitgenössischer? mittelbrauner Halblederband auf fünf echten Bünden, mit goldgeprägtem Rückentitel auf Rückenschild, goldgeprägte Feldertrennung, Lederecken, dreiseitiger Rotschnitt.

Bemerkung:

Alle drei Teile in erster Ausgabe. Goedeke, V, 8,4; V, 8,5; V, 8,6; Borst 707; 708, 727. "Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; ? 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. . . . In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den ?Dingen, wie sie sind? und ?wie die Dinge erscheinen? (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf." / Die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (im Original Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre) von 1794/95 ist das systematische Hauptwerk des Philosophen Johann Gottlieb Fichte und eines der zentralen Werke im nachkantischen Idealismus. Die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (GWL) bildet die erste von insgesamt zehn Fassungen der Wissenschaftslehre, die Fichte im Laufe seines Lebens veröffentlichte. Ein Grund, die Wissenschaftslehre immer wieder zu überarbeiten, lag für Fichte sicherlich in der sonderbaren Entstehung der GWL. Zum Wintersemester 1794/95 wurde Fichte, der durch seinen Versuch einer Kritik aller Offenbarung schlagartig berühmt geworden war, durch eine Empfehlung Goethes, der als Berater der Universität Jena tätig war, überraschend zum Professor berufen. In diesem Semester hielt er die Vorlesung zur Wissenschaftslehre, ohne vorher ein Manuskript ausgearbeitet zu haben. Daher schrieb Fichte die GWL stets vor den einzelnen Sitzungen. Diesen hektischen Schreibstil merkt man der GWL, trotz des Scharfsinns, an. Die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre gliedert sich in drei einleitende Grundsätze, einem daraus abgeleiteten theoretischen Teil und einem daraus abgeleiteten praktischen Teil. Typisch für den frühen deutschen Idealismus ist hierbei das systematische, deduktive Vorgehen vom Unbedingten zum Bedingten ? also vom Absoluten zur Welt. . . . " (Wikipedia) * * * Einband etwas berieben und bestoßen, Inhaltsvermerk und Eignervermerk auf fliegendem Vorsatz, Titelblatt gestempelt, die ersten Blätter an den Rändern gebräunt, sonst noch gut erhaltenes Exemplar.