Beschreibung:

8°. Mit 1 mehrf. gef. Tabelle. XLIV, 2 (1 w.) Bll., 221 SS., 1 w. Bl.; VI, 233 SS. Pp. d. Zt. mit goldgepr. Rsch. (bestoßen, Kanten u. Ecken stärker beschabt, Kapitale mit kl. Läsuren, Rückenbezug mit kl. Fehlstelle).

Bemerkung:

Erste Ausgabe.- Dobeneck (geb. in Ludwigsburg 1770, gest. in Bayreuth 1810) studierte seit 1786 in Erlangen und Göttingen. 1791 wurde er Regierungsassessor in Bayreuth und 1795 Regierungsrat. Kurz vor seinem Tode wurde er Appelationsgerichtsrat in Straubing. Jean Paul in der Vorrede: "Es ist ein seltsames Gefühl, zum Werke eines geliebten Gestorbenen eine Vorrede zu schreiben, zumal wenn dasselbe, wie dieses, sich mit manchen Gestalten aus dem dunkeln Reiche beschäfftigt, in welches er selber eingegangen. Das Werk stellt meistens mit den alten Worten der Urkunden, ohne weder eine scheltende, noch eine dichterische Partei zu nehmen, den sogenannten Aberglauben, weniger des bloßen Volks (wie der Titel sagt), als des Mittelalters selber, dar; denn der Gelehrte unterschied sich damal vom Volke mehr durch Gelehrsamkeit, als durch Glauben ... Das Gefühl des Wunders oder Wunderreichs tritt am lebendigsten vor uns im Gefühle des Geisterreichs oder der Geisterfurcht ... Die Vorstellung des Satans erregt Grausen, nicht durch dessen Macht, gegen welche ein Luther besser gewaffnet ist, als dessen Erdgehülfen...".- Tlw. gebräunt u. stellenweise stockfleckig.

Erhaltungszustand:

WG² 40 (bei Jean Paul). Hayn-G. III, 191. Kosch III, 342.-