Beschreibung:

39 Seiten. Bedruckte Orig.-Broschur

Bemerkung:

Erste Ausgabe. - Kritische Betrachtung des Kapp-Putsches durch Th. Heuss, den späteren ersten Bundespräsidenten. - Der Marine-Brigade Ehrhardt war es im März 1920 gelungen, das Berliner Regierungsviertel zu besetzen. Aber die Ministerialbeamten und Gewerkschaften verweigerten sich. Die gut 3000 Mann dieser Truppe waren die wesentliche Stütze der beiden Hauptputschisten, des selbst ernannten Reichskanzlers Wolfgang Kapp und des Chefs des Berliner Reichswehrkommandos Walther von Lüttwitz. Doch der Putsch lief nicht wie geplant. Zwar kontrollierten die Freikorps-Männer das Regierungsviertel, doch die anderen regionalen Reichswehrkommandeure schlossen sich Lüttwitz so wenig an wie die Heeresleitung, der Generalstab der Vorläufigen Reichswehr. Da die Brigade Söldner waren, scheiterte der Putsch letztendlich daran, dass sie ihren Sold nicht ausbezahlt bekamen. Die Mitglieder des Kabinetts verweigerten Kapp`s Abgesandten den Zugriff auf die Staatskasse. Damit konnten die Putsch-Anführer ihre Söldner von der Marine-Brigade nicht mehr entlohnen. Und erst recht nicht den erhöhten Sold zahlen, der den Männern versprochen worden war. - Etwas gebräunt, insgesamt gutes Exemplar der seltenen Originalausgabe. OC5-59