Beschreibung:

8vo. Jeder Band mit ca. 400-500 Seiten. Verschiedene Ebde.: Bde. 1-6 in zeitgenössischem Ganzleinen mit Rückengoldprägung, Bde. 7-8 u. 10-11 in zeitgenössischem Halbleder mit Rückenvergoldung, Bde. 9 u. 12-14 in älterem, einfachem Halbleinen. 14 Bde.

Bemerkung:

Berichtszeitraum: August 1835 bis Oktober 1858. Die ersten 6 Bde. erschienen bei Brockhaus in Leipzig, ab Bd. 7 erschienen die Bände bei Meyer und Zeller in Zürich, ab Bd. 9 bei Hoffmann & Campe in Hamburg. Hrsg. von seiner Nichte Ludmilla Assing (1821-1880), die Varnhagen von Ense als Universalerbin eingesetzt hatte. Ein - eigentlich der Ausgabe nicht zugehöriger - Registerband erschien erst Jahrzehnte nach der vorliegenden Ausgabe. Karl August Varnhagen von Ense (1785 in Düsseldorf - 1858 in Berlin), der eigentlich Medizin in Berlin, Halle und Tübingen studierte, erlangte als Erzieher in großbürgerlichen Familien Zugang und Kontakt zu literarischen Zirkeln bedeutender Schriftsteller der Romantik: zu Adalbert von Chamisso, zu Kerner und de la Motte Fouqué oder Ludwig Uhland. Darüber hinaus war Varnhagen politisch ein wacher Geist, er stand zeitweise als Diplomat im Dienst Preußens oder begleitete Hardenberg zum Wiener Kongress. So fand Varnhagen ebenso Zugang zu den politischen Zirkeln seiner Zeit. In den Tagebüchern wie auch in den ausgewählten Schriften spiegeln sich so die Zeitläufe auf literarischem und politischem Gebiet gleichermaßen - und Varnhagen von Ense wird so zum herausragenden Chronisten deutscher Geschichte der 30er, 40er und 50er Jahre des 19. Jahrhunderts. Die Nichte und Herausgeberin seiner Tagebücher und Schriften, Ludmilla Assing, schreibt im Vorwort der Tagebücher: "Was Varnhagen? zunächst nur für sich selbst niederschrieb, ist in der That eine vollständige Darstellung der preußischen Geschichte geworden, die hier sich unverhüllt? den Augen des Lesers darbietet? Die Zensurbehörde bewertete die Tagebücher dagegen als eine groteske Mischung von wertvollen Betrachtungen? übergossen mit dem Gifte bitterster Schmähsucht? die sich bis über das königliche Haus und die jetzt regierenden Majestäten erstreckt". Vgl. Goedeke VI, 182, 50; Houben I, 599ff.

Erhaltungszustand:

(die Bde. in älterem Hlwd. mit ausgeschiedenem St.a.T., Bde. 1-6 mit altem Adelsstempel).