Beschreibung:

8vo. X, 629 S. Zeitgenössischer Pappband mit grünem, handgeschriebenen Rückenschild und rotem Buchschnitt.

Bemerkung:

Erste Ausgabe, Gründungsschrift der Begriffsjurisprudenz! - Eines der besten Pandektenlehrbücher einer Korphäe der Pandektenwissenschaft. Savigny steht unangefochten an erster Stelle der Pandektenwissenschaft im 19. Jahrhundert. In der ersten Reihe hinter Savigny bildet sich ein Dreigestirn, das prägend auf die Entwicklung der Rechtswissenschaft Einfluß nehmen sollte, die an Bedeutung dem von Savigny nicht nachsteht: Rudolf von Jhering, Bernhard Windscheid, beide Savigny-Schüler, sowie natürlich Georg Friedrich Puchta, der bedeutendste Dogmatiker und Rechtstheoretiker unter den Pandektisten und Nachfolger von Savigny auf dessen Lehrstuhl in Berlin. Während seiner Lehrtätigkeit in Marburg und Leipzig verfasste und edierte Puchta sein berühmtes Pandektenlehrbuch, das als die Gründungsschrift der sog. Begriffsjurisprudenz angesehen wird. Puchtas grosse Bedeutung für die Rechtsdogmatik beruht auf seiner begriffs-juristischen Methode. Für Puchta haben die Rechtsbegriffe eine selbständige "intellektuelle Existenz" (Wieacker), sie sind abgelöst von der empirischen Wirklichkeit des Rechtsverhältnisses, das sie betreffen. 1798: geboren am 31. August in Cadolzburg bei Nürnberg als Sohn des Landrichters Wolfgang Heinrich Puchta 1811: Gymnasialzeit in Nürnberg unter dem Rektorat von Hegel 1816: Beginn des Rechtsstudiums in Erlangen 1820: Promotion und Habilitation in Erlangen 1821: Universitätsreise nach Jena, Göttingen (Hugo und Göschen), Heidelberg (Thibaut) und schließlich Berlin zu Savigny 1823: Extraordinarius in Erlangen 1828: Annahme eines Rufes an die Universität München 1835: Ordinarius für Römisches Recht an der Universität Marburg 1837: Wechsel an die Universität Leipzig 1842: Berufung nach Berlin als Nachfolger von Savigny 1844: Geheimer Obertribunalsrat 1845: Mitglied des Staatsrates und der Gesetzgebungskommission 1846: gestorben am 8. Januar in Berlin

Erhaltungszustand:

(Erste Seite der Vorrede mit fachmännisch repariertem Einriss, sonst tadelloser Zustand!).