Beschreibung:

4to. Tb., 188 S., 2 Bll. (= Index I: Titulorum & Articulorum), 20 Bll. (= Index II: Rerum et Verborum). Einfacher zeitgenössischer Halbpergamentband mit Buntpapierbezug.

Bemerkung:

Wilhelm VIII. (1682-1760) war seit 1736 Graf von Hanau, nachdem der letzte Hanauer Graf Johann Reinhard III. verstorben war und Wilhelms älterer Bruder Friedrich, seit 1720 König von Schweden, zugunsten des Jüngeren auf sein Erbe verzichtet hatte. Anders verhielt es sich mit der Landgrafschaft Hessen-Kassel. Nach dem Tod des Landgrafen Karl im Jahre 1730 ging die Landgrafschaft an Wilhelms älteren Bruder Friedrich, der zwar in Stockholm eine hessische Kanzlei unterhielt und seinen jüngeren Bruder Wilhelm nur als Statthalter einsetzte, dieser aber defacto die Landgrafschaft ziemlich eigenmächtig regierte. Erst nach dem Tode Friedrichs im Jahre 1751 wurde Wilhelm auch offiziell als Wilhelm VIII. Landgraf von Hessen-Kassel. Die Grafschaft Hanau wurde auch nach Wilhelms Tod im Jahre 1760 von der Landgrafschaft Hessen-Kassel getrennt behandelt. Wilhelm, dessen Patenonkel Wilhelm III. von Oranien war, kämpfte im Spanischen Erbfolgekrieg und brachte es zum General der Kavallerie. Der erfahrene General, Freund Kaiser Karls VII. und Friedrichs des Großen, kämpfte während des Siebenjährigen Krieges auf Seiten Englands und Preußens.

Erhaltungszustand:

(Ebd. etw. berieben, blasser St. und alter handschriftl. Vermerk auf Tb.).