Beschreibung:

abgehalten aus Anlass der Begrüssung des Herrn Reichsbankpräsidenten, Dr. Hjalmar Schacht, am Freitag, den 21. April 1933, nachmittags 5 Uhr, im grossen Saale der Philharmonie, Berlin S.W. 11, Bernburgerstrasse Nr. 22a-23.. (29,5 x 20,8 cm). 22 S. (Typoskript). Original-Broschur mit Deckeltitel. ##############-WIR MACHEN EINE FRÜHLINGSAKTION MIT 25 PROZENT AUF DEN GANZEN BESTAND BIS ZUM 31.05. ÜBER IHR INTERESSE AN UNSEREN SELTENEN OBJEKTEN WÜRDEN WIR UNS WIE IMMER FREUEN-###############

Bemerkung:

Stenographisches Protokoll über die Begrüßungs-Versammlung von Hjalmar Schacht zu seiner zweiten Amtszeit als Reichsbankpräsident ab 1933. Nach einer längeren Rede des Obmanns Oberkampf folgt die lange Rede von Hjalmar Schacht selbst, in der er zu seinem früheren Abschied als Reichsbankpräsident, zu parteipolitischen Positionen und zur Politik in der Weimarer Zeit ausführlich Stellung bezieht. Schacht war ganz offensichtlich von einem starken Nationalismus und dem Geist der Zeit tief durchdrungen. Es heißt etwa: 'Nachdem ich mich so von allem "Parteikram" losgesagt habe, kann ich um so offener aussprechen, dass ich auch als Führer der Reichsbank mich aus vollem Herzen bekenne zu dem Führer des neuen Deutschen Reichs, zu unserem Volkskanzler Adolf Hitler. (Stürmische Heilrufe.)' Am Ende des Protokolls zur Versammlung im alten Berliner Philharmoniegebäude heißt es dann: 'Als das Deutschlandlied verklungen ist, tritt der Herr Präsident Dr. Schacht an die Kapelle heran und sagt zu Kapellmeister Jünke: "Und nun bitte ich um das Horst-Wessel-Lied." Alle Strophen werden begeistert mitgesungen. Tief bewegt stehen Präsident und Beamtenschaft mit erhobenen Armen.' Hjalmar Schacht war ab 1934 auch Reichswirtschaftsminister im NS-Staat. Seltenes Original-Typoskript mit eindeutigem politischen Bekenntnis der Reichsbank im Frühjahr 1933!

Erhaltungszustand:

Papier leicht gebräunt, Deckel etwas gerändert und minimaler Eckenabriß, sonst wohlerhalten. Altersentsprechend guter Zustand.