Beschreibung:

Gymnasio in Altona den 29ten Maji 1739. öffentlich eingeführet wurde, Wolten diedurch ihre Ergebenheit bezeigen, und dem Herrn Professori zu seinem neuen Amte alles Vergnügen und Segen anwünschen. Sämmtliche Gymnasiasten des Königl. Gymnasii in Altona. (Handschriftlich ergänzt: composé par J. F. Delius).. 4 Seiten. Mit einer Holzschnittvignette. (Geringere Randbeschädigungen). 32x21 cm

Bemerkung:

* Elfstrophiges (je10 Zeilen) Gedicht zur Amtseinführung von. Meycke. --- "Nimm hin dis Blat, gepriesner Mann, Dis schlechte Opfer reiner Triebe, Nimm solches als ein Merckmal an, Von unsrer Hochachtung und Liebe. Es zeigt Dein treuer Unterricht, Was derer Rechte rechte Pflicht, Und wi man ihnen nachzuleben, Und so kan das Gymnasium, Zu Deinem unverwelcktem Ruhm, Auch Themis ächte Söhne geben" --- Christoph Andreas Meycke, *1721 in Morungen , ?1773; Professor der Rechte; am Christianeum tätig 1739 - 1771. --- Das Christianeum, gegründet 1738 in Altona, ist ein staatliches altsprachliches Gymnasium in Hamburg-Othmarschen. Es ist seit 1744 nach dem dänischen König Christian VI. (1699?1746) benannt, der in Personalunion auch Herzog von Holstein und damit Landesherr der Stadt Altona war. Das Gymnasium hat sein altsprachliches Profil bewahrt, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts durch die gleichwertigen Naturwissenschaften ergänzt ist. Darüber hinaus ist die Schule heute durch künstlerische Schwerpunkte, insbesondere in der Chorarbeit, geprägt. Seit 1971 befindet sich das Christianeum in einem von dem dänischen Architekten Arne Jacobsen eigens für die Schule entworfenen Gebäude. 1683 wurde in der hoheitlich dänischen holsteinischen Stadt Altona, heute ein Bezirk von Hamburg, seitens der städtischen Obrigkeit eine erste Schule gegründet, ?zu äußerst von der Stadt an einem so abgelegenen kothigen Ort?, wie ihr Rektor, Daniel Hartnac (oder: Harnack), laut Überlieferung befunden habe[2]; sie wurde 1689 wieder geschlossen. Ideen zu einer neuen Schule im Jahre 1708 wurden zunächst nicht weiter verfolgt. Nach der Einäscherung Altonas durch die Schweden (1713) und einer Pestepidemie hatte die Stadt andere Sorgen als die Bildung. Mit Spenden ? vor allem aus Dänemark ? begann man 1721 unter Christian Detlev von Reventlow, dem Oberpräsidenten der Stadt, mit dem Bau eines Schulgebäudes an der Schulstraße (heute: nicht mehr existente Verlängerung der Hoheschulstraße nach Norden) oberhalb des Altonaer Fischmarkts; federführend war der Altonaer Stadtbaumeister Claus Stallknecht. Die nach König Frederik IV. benannte Friedrichschule nahm im Jahre 1725 ihren Betrieb auf. Der Ausbau der Schule zu einer höheren Bildungsanstalt wurde von dem Nachfolger von Reventlows, dem Oberpräsidenten Bernhard Leopold Volkmar von Schomburg, entscheidend vorangetrieben. 1738 wurde durch Reskript des Königs Christian VI. die Friedrichschule zu einem Gymnasium Academicum aufgewertet, das mit Fundationsbrief vom 11. Mai 1744 den Namen Christianeum erhielt und am 26. Mai 1744 offiziell eingeweiht wurde. Der König verlieh der Schule ein eigenes Siegel, das Pflänzchen auf einem Hügel unter einer strahlenden Sonne zeigte, eingerahmt von dem Motto SUPERNIS ALIMUR VIRIBUS (Von oben kommt die Kraft, die uns erh t) und der Umschrift SIGILLUM GYMNASII ACADEMICI ALTONENSIS. Der Aufbau der Schule sah nach dem 1740 veröffentlichten Plan eine Verbindung von drei Anstalten vor: einer Vorbereitungsschule für studierwillige Knaben unter der Aufsicht des Direktors, in der neben Schreiben, Rechnen und dem Katechismus auch das Lateinische gelehrt wurde, einem Paedagogium ab dem 12. Lebensjahr mit Kursunterricht, u. a. auch in Geschichte, Geografie, Mathematik und zur griechischen Redekunst, und einem Gymnasium Academicum mit Vorlesungen zur Theologie und Philosophie sowie zur Rechtswissenschaft und Medizin. Nach dem Tod Christians VI. im Jahre 1746 erhielt das akademische Gymnasium eine Neuordnung in seiner Abtrennung vom Paedagogium; ihm wurden fünf Professoren zugewiesen, die sich jährlich im Direktorat abwechselten. (Quelle Wikipedia)