Beschreibung:

Neue, nach den jüngsten politischen und postalischen Bestimmungen umgearbeitete, und mit den Ortsnamen der Königreiche Ungarn, Kroatien, Slavonien, Dalmatien, Venedig-Lombardie, des Grossfürstenthumes Siebenbürgen, des Herzogthumes Salzburg, und Istriens vermehrte Auflage. Mit einer Übersichtskarte des Kaiserreiches. / Dizionario topografico postale etc. 3 Bde. [= kplt.].. "Quer-4°. XXII(2), 506(2) S.; 2 Bll., 605(3) S u. 2 Bll. (Titelei), 680(2) S. Mit 1 gef. Taf. und 2 Karten (dav. 1 in 4 gef. Bll., diese ?geographisch gesetzt v. F. Rumpold? u. bei Pichler?s Witwe in Wien gedr.). Pappbde. der Zeit m. Deckelbezügen aus braunem Kleisterpapier und goldgepr. Titel auf mont., rotem Rüschi. Einbde. an den Kanten etw. berieben u. an den Kapitalen leicht lädiert, Ecken bestoßen, die ersten Bll. von 2 Bänden mit Quetschfalten, sehr vereinz. fingerfl., insges. im Text sehr sauberer u. guter Zustand" ÖBL VIII, 389. In Lieferungen erschienene Überarbeitung des 1792 erschienenen Ortsverzeichnisses von Franz Landschau ('Ortschaften der kaiser. königlichen deutschen Erbländer zur postämtlichen Briefbestellung?). Titel und Überschriften, aber nicht das komplette Werk zweisprachig (dt. / ital.). Umfasst: Bd.1: A-E / Bd.2: F-M / Bd.3: N-Z. - Mit: ?Übersichts-Karte der Poststrasssen und Eisenbahnen in dem Kaiserthume Oesterreich und in den angrenzenden Staaten etc.? (51 x 41 cm) / ?Die Beförderungs-Anstalten für Reisende, Geld, Waaren, etc. oder: Lauf der Eil- und Fahrposten zwischen Wien und den Provinzen? (49 x 41 cm) und in 4 gef. Blättern ?Erste typographische Karte. General-Postkarte des Kaiserthumes Oesterreich und der nächsten Grenzländer, mit Ergänzungen der übrigen Staaten in Europa?(je Bl. 51 x 42 cm). ? Der aus Ungarn stammende Geograph, Kartograph und Topograph Franz Raffelsperger (1793-1861) gilt als einer der Bahnbrecher des typographischen Landkartendruckes. Nach seinem Studium in Wien und umfangreichen Reisen durch die Länder des österreichischen Kaiserstaates war R. 1824-1840 Beamter der k. k. Post in Wien und bemühte sich um Verbesserungen im Reisepostwesen der Monarchie. Er verfasste zahlreiche literarische und kartographische Arbeiten über die europäischen Länder. Seit 1835 beschäftigte er sich mit dem typographischen Landkartendruck, wobei er zunächst die Druckerei Anton Pichlers Witwe nutzte. 1837 erhielt er ein Privileg auf die Herstellung von Landkarten im Typendruck und 1843 gründete er die ?K. k. außerordentlich ausschließlich privilegierte typogr.-geograph. Kunstanstalt? in der Leopoldstadt. (vgl. dazu ÖBL VIII, 389 u. Wurzbach XXIV, 225 f.).