Beschreibung:

51 S. Broschiert.

Bemerkung:

Berieben. Papierbedingt leicht gebräunt. - Das Studium der sexuellen Perversionen ist verhältnismässig jung, und noch vor kurzem waren nicht nur die Laien, sondern auch die meisten Aerzte ohne Kenntnis dieses Gebietes. Die begreifliche Scheu der Klienten, eine Perversion des Geschlechtstriebes dem Arzte zu offenbaren, liess diesen in einzelnen Fällen sowohl, wie in der ganzen Materie im Dunklen tappen. So kam es, dass Aerzte solchen Leuten, wenn sie von ihnen um Rat gefragt wurden, vorschnell zur Ehe rieten. Welches Unglück oft damit angerichtet wurde, das weiss man in der Oeffentlichkeit fast gar/nicht, aber es muss auf die schweren Folgen solchen Rates hingewiesen werden. Gewiss spielt, wie wir noch sehen werden, nicht nur für das eheliche Leben Gesunder, sondern auch Perverser die Gewöhnung eine grosse Rolle: was anfangs abstösst und Erektion und Ejakulation des Mannes verhindert, kann durch Gewöhnung das Abstossende verlieren. Aber es ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ausganges oft so gering, dass man hier nicht berechtigt ist, den folgenschweren Rat zur Ehe zu geben. Bei der grossen Verantwortung darf daher der Arzt, wenn er befragt wird, erst nach eingehendem Krankenexamen und genauer Untersuchung raten.