Beschreibung:

16 S. Geheftet.

Bemerkung:

Papierbedingt leicht gebräunt. - Nun hatte sich in Freiburg aber auch Martin Heidegger den Vortrag angehört. Er bekannte sich entschieden zu der Auffassung des scheint als lucet und hatte die Freundlichkeit, seine Ansicht in einem Brief folgendermassen zu begründen: "Um mit dem scheint in Mörikes Gedicht ins Klare zu kommen, muss man zunächst, aber zugleich rückwärts aufschliessend für das ganze Gedicht, die beiden letzten Verse nach dem Gedankenstrich lesen. Die zwei Zeilen sprechen in nuce Flegels Ästhetik aus. Die Lampe, ,das Leuchtende', ist als ein Kunstgebild echter Art das symbolon des Kunstwerkes als solchen - in Hegels Sprache ,des Ideals'. Die Lampe, das Kunstgebild (o schöne Lampe), bringt in eines zusammen: das sinnliche Scheinen und das Scheinen der Idee als Wesen des Kunstwerkes. Das Gedicht selbst ist als sprachliches Kunstgebilde das in der Sprache ruhende Symbol des Kunstwerkes überhaupt.