Beschreibung:

32 x 20 cm. Einblattdruck mit Abbildung der Totenmaske., Kraus Abschiedsworte

Bemerkung:

In Form einer Todesanzeige mit breiterem schwarzen Rand gestaltet, einseitig bedruckt mit den beiden kurzen Reden und Abbildung der Totenmaske. Karl Kraus war am 12. Juni gestorben. Der Architekt und Mäzen Karl Jaray (1878-1951) widmete sich in seinem Ruhestand seit 1925 dem 'Theater der Dichtung', zuletzt der Herausgabe von 'Shakespeares Dramen' und der Erstellung eines Schlagwortregisters der Fackel. Er hatte den Film zum 60. Geburtstag finanziert (nicht zuletzt auch den 'Brenner' unterstützt) und gehört zu den im Testament bedachten Erben. Entgegen gelegentlich vorkommenden Anmerkungen, ist er nicht Vater des Schauspielers Hans Jaray (dies ist zwar ebenfalls ein Karl Jaray, jedoch der Sohn von Sandor Jaray sen.). Nach dem Tod von Oskar Samek repräsentierte allein Heinrich Fischer (1896-1974) Erbe und Nachlassverwaltung. Die Totenmaske hatte der Bildhauer und Schauspieler Alexander (Sandor jun.) Járay (1870-1943) abgenommen. Er heiratete im nämlichen Jahr die Besitzerin der Galerie Würthle, Lea Bondi (zuvor war er mit Karoline von Nagy-Buck vermählt gewesen). Alle genannten stammen von den aus Temesvar nach Wien eingewanderten Brüdern Jeitteles (Sigmund, Sandor sen. und Adolf ab, erstere in Wien in der Möbelbranche als Kunsttischler, Tapezierer und Vergolder sehr erfolgreich, Adolf als Geschäftsmann und Sänger in der Stephanskirche). Knickfalte, Rand mit leichten Läsuren.