Beschreibung:

IX; 68 S.; Noten; 31 cm; kart.

Bemerkung:

Sehr gutes Ex. - ISNM M201804972. - Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) schrieb die Zwölf Stücke für Klavier op. 40 (die Opus-Bezeichnung stammt vom Verleger P. I. Jürgenson) im Frühjahr 1878 nieder. Dieser Zyklus enthält vielfältige Genres - sowohl Typisches für die Klaviermusik jener Epoche wie Etüde Nr. 1, Mazurka Nr. 4 und 5, Valse Nr. 8 und 9, Scherzo Nr. 11 und Charit sans paroles Nr. 6, als auch Stücke, die vermutlich mit der Biographie Tschaikowskys verknüpft sind und ein inneres "Programm'" haben: Au village Nr. 7, Eindrücke von Kamenka, dem Landsitz seines Schwagers Dawydow, wo sich Tschaikowsky oft und gerne aufhielt; Marche funebre Nr. 3, Erschütterung über die Nachricht vom plötzlichen Tod seiner Halbschwester S. I. Olchowskaja: Reverie interrompue Nr. 12, die den seelischen Zustand des Komponisten in jenen Monaten widerspiegelt. Am 24. Februar 1878, nach Abschluss der Instrumentierung der Oper Eugen Onegin und nachdem er die Nachricht von der Aufführung seiner kürzlich vollendeten 4. Symphonie erhalten hatte, berichtete er Nadjeshda von Meck erstmals von der Komposition dieser Klavierstücke: "Plötzlich quälte mich einfach das Gewissen und warf mir Untätigkeit vor. So sehr ich mich auch mit dem Gedanken trösten wollte, dass ich nach Abschluss zweier großer Arbeiten ein Recht auf Erholung und Muße hätte - das Gewissen ließ mir einfach keine Ruhe. Schließlich begriff ich, dass ich eben anfangen muss zu arbeiten. Aber was? Für eine große Komposition brauche ich die Einsamkeit, also muss ich bis zum Herbst warten. Aber nichts hindert mich, etliche kleine Sachen zu komponieren ? (Vorwort)