Beschreibung:

Erste Auflage dieser Ausgabe 222 (2) Seiten 8°, gebundene Ausgabe, Hardcover/Pappeinband

Bemerkung:

mit Schutzumschlag, dieser an den Rändern berieben, ansonsten das Buch ungelesen und wie neu, beigefügt ein Foto der Autorin, rückseitig signiert. Inge Deutschkron (* 23. August 1922 in Finsterwalde) ist eine deutsch-israelische Journalistin und Autorin. Inge Deutschkrons dokumentarischer Roman erzählt vom Schicksal des Juden Leo Hauser, den die Autorin persönlich kannte, und zeigt auf »wie ein verbrecherisches Regime Leben zerstören kann, auch wenn das Opfer es überlebt«. Als Leo Hauser seine Tochter Riwka 1939 in den Zug nach Paris setzt, um sie bei Verwandten vor den Nazis in Sicherheit zu bringen, ahnt er nicht, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis er sie wiedersieht. Das kleine Mädchen muss, als auch Paris von den Deutschen eingenommen wird, weiter ins unbesetzte Frankreich fliehen und später in die Schweiz. Die Eltern bleiben in Berlin. Kurz nach Ausbruch des Krieges stirbt die Mutter. Leo Hauser wird ins KZ verschleppt: erst Sachsenhausen, dann Auschwitz. Er überlebt die Lagerhaft und versucht nach Kriegsende, ein neues Leben zwischen Ost- und Westberlin aufzubauen und seine Tochter zu finden, die sich ihm jedoch längst entfremdet hat. Bei einer Ferienreise in Israel kommt Leo Hauser 1981 unter ungeklärten Umständen ums Leben. Die eindrucksvolle Geschichte eines Kindes, das nicht versteht, warum es nicht bei seinen Eltern sein kann, warum es bei fremden Leuten aufwachsen muss und das zu seinem Vater viel zu spät und auch dann nur eine höchst problematische Beziehung bekommt, ist fesselnd und authentisch erzählt. Sie wird verwoben mit dem Schicksal Leo Hausers. Anhand seiner Geschichte schildert Inge Deutschkron eindrücklich die Überlebenskämpfe der Juden, KZ-Haft, Flucht und den mühsamen Neuanfang im geteilten Berlin, der nicht wirklich gelingt.