Beschreibung:

bis zu der im Monath Martio und April 1719 ergangenen Kayserlichen Execution, von dem Fürstl. Mecklenburgischen Ministerio, wieder die Mecklenburgische Ritterschafft und Stadt Rostock, gegen die Reichs-Constitutiones, Landes-Reversales, Erb-Verträge ... und andere ernstliche Verordnungen &c. Durch mannigfältige Violence, Arresta und Gefangenschaften / Erpressung unerträglicher Praestationum und Contributionum mit Rußisch und Teutscher Milice, und deren Excessus, Beschimpff- und Vergewaltigungen / auch endlich erfolgte Wegnehmung der Adelichen Güter ... Sonders beschwerlich und unjustificirlich vorgenommen worden. Welchen die Land-Räthe und Deputirte von der Mecklenburgischen Ritter- und Landschafft zum Engern Ausschuß / zu Beglaubigung ... zum Druck zu befodern sich genöthtiget gefunden. Mit Beylagen von No. 1 bis No. 885 [recte 886].. Groß-Quart, 32 x 20. (Einband nur minimal berieben, innen in der zweiten Hälfte Bräunung der oberen Ecke, zum Ende hin stärker werdend und mit kleinem Papierverlust, aber ohne Beeinträchtigung des Textes, Titelblatt etwas gebräunt und mit kleinem Feuchtigkeitsrand)

Bemerkung:

Im Ganzen ordentlich erhalten. - Johann Schaevius (geb. 25. März 1680 in Mölln; gest. 14. Mai 1743 in Lübeck) war ein deutscher Jurist und Syndicus der Hansestadt Lübeck. Der Verfasser wurde ermittelt. Der Inhalt des vorliegenden Bandes reflektiert in Verordnungen und detaillierten Berichten die Auseinandersetzungen des Herzogs mit den Ständen und der Stadt Rostock sowie den Nordischen Krieg, wie er in den Jahren 1713 bis 1719 das Herzogtum Mecklenburg betraf. "Der Große Nordische Krieg war ein in Nord-, Mittel- und Osteuropa geführter Krieg um die Vorherrschaft im Ostseeraum in den Jahren 1700 bis 1721. Eine Dreierallianz, bestehend aus dem Russischen Zarenreich sowie den beiden Personalunionen Sachsen-Polen und Dänemark-Norwegen, griff im März 1700 das Schwedische Reich an, das von dem achtzehnjährigen König Karl XII. regiert wurde. Trotz der ungünstigen Ausgangslage blieb der schwedische König zunächst siegreich und erreichte, dass Dänemark-Norwegen (1700) und Sachsen-Polen (1706) aus dem Krieg ausschieden. Als er sich ab 1708 anschickte, Russland in einem letzten Feldzug zu besiegen, erlitten die Schweden in der Schlacht bei Poltawa im Juli 1709 eine verheerende Niederlage, welche die Kriegswende bedeutete. Durch diese Niederlage ihres ehemaligen Gegners ermutigt, traten Dänemark und Sachsen wieder in den Krieg gegen Schweden ein. Von da an bis zum Kriegsende behielten die Alliierten die Initiative und drängten die Schweden in die Defensive. Erst nachdem der als uneinsichtig und kriegsbesessen geltende Schwedenkönig im Herbst 1718 während einer Belagerung vor Frederikshald in Norwegen gefallen war, konnte der für sein Land aussichtslos gewordene Krieg beendet werden. Die Bedingungen der Friedensverträge von Stockholm, Frederiksborg und Nystad bedeuteten das Ende Schwedens als europäische Großmacht und den gleichzeitigen Aufstieg des 1721 von Peter I. gegründeten Russischen Kaiserreiches." (Wikipedia). Der Große Nordische Krieg ist heute weitgehend aus dem öffentlichen Bewußtsein verschwunden, allerdings schenkte der preussische König Friedrich Wilhelm I. (der Soldatenkönig) am 26. November 1716 das Bernsteinzimmer an Zar Peter I. um die deutsch-russische Waffenbrüderschaft zu besiegeln. Die Position des mecklenburgischen Herzogs Karl Leopold ist so verzwickt und sinnlos wie der ganze nordische Krieg: eigentlich mit Schweden verbündet benötigte er russische Truppen zum Beenden des Konflikts mit der Ritterschaft, und im Winter 1716/17 schlugen 40.000 russische Soldaten - erstmals auf deutschem Boden - ihre Quartiere im Herzogtum Mecklenburg-Schwerin auf. (vgl. dazu den Wikipediaartikel zu Karl Leopold). Die 886 Beilagen des Buches berichten detailliert auch von den Leiden der einfachen Leute. - VD18: 10234055-005. - Weitere Bilder auf Anfrage oder auf unserer Homepage.