Beschreibung:

Primum usui privato collectum, postea vero multorum rogationibus publico datum à B. Dn. Joh. Jacobo Schützio. Nunc Noviter Singulari Studio & Accuratione ab innumeris mendis repurgatum, & collatis omnibus hucusque evulgatis Editionibus, exactissime emendatum. Accessere in gratiam Studiosæ Juventutis ubique loca parallela, affinia, correlata, & alia Compendium hocce copiose & insigniter ex se ipso illustrantia, peculiari industria selecta, & ad marginem cujusvis paginæ fideliter allegata ; Cum Speciali Privilegio Cæsareo, Polonico, & Saxonico. [Text Lateinisch]. Mit einem allegorischen Frontizpiz-Kupferstich.. Oktav, 21,5 x 17,5 cm. (Rücken mit Fehlstelle im Pergament, Einband berieben, bestoßen und etwas fleckig, Besitzvermerk von alter Hand auf Titel, sehr zahlreiche zeitgenössische Marginalien, innen wenig fleckig, im Ganzen ordentlich erhalten)

Bemerkung:

"Wolfgang Adam Lauterbach (1618 - 1678) war einer der bedeutendsten Juristen des usus modernus pandectarum in Württemberg. Im November 1648 erhielt er an der Universität Tübingen einen Lehrstuhl für Pandekten. ... Neben der Lehrtätigkeit hatte Lauterbach auch mehrfach Ämter in der Universitätsverwaltung inne, er wurde achtmal zum "rector magnificus" und oft zum Dekan der juristischen Fakultät gewählt. ... Sein bekanntestes Werk ist das >Compendium Juris<. Dieses Werk wurde aber nicht von ihm selbst, sondern von seinem Schüler Johann Jacob Schütz (Pietist und Jurist, 1640 - 1690) herausgegeben. Das Buch war eine der verbreitetsten Erläuterungen der Pandekten, es wurde von 1679 bis 1744 vielfach aufgelegt." (vgl. wikipedia). Seine besondere Bedeutung bekommt das vorliegende, sehr breitrandige Exemplar durch die überbordenden Marginalien von Johann Friedrich Anton Meier (Hildesheim 1724 - 1796 Paderborn), der seinen vollen Namen selbstbewußt auf dem Vorsatz zu wissen gibt. Der Eintrag ist "Erfurt 1745" datiert, Meier war damals dort Student. Später wurde er einer der angesehensten Juristen in Paderborn, wo er Hofrichter, Geheimer Rat und Kanzler war. (vgl. Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde [Westfalens], 1843, Seite 311 ff.) - Weitere Bilder auf Anfrage oder auf unserer Homepage.