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Beschreibung:
45 S.; Illustr.; 28 cm; kart.
Bemerkung:
Gutes Ex. - Texte : Herbert Weber; Peter Funken. - BERÜHRUNGEN. EINE FOLGE VON 12 ARBEITEN. Die mit Teer, Acrylfarbe, Pigmenten, Bleistift, Ölkreide und verschiedenen Lacken überarbeiteten Farboffsetdrucke sind im Jahr 2000 entstanden. Sie haben alle das Format 39,5 x 39,5 cm. // ... Wie auch bei anderen Bilderzyklen, so stößt man bei den "Berührungen" auf Themen und Darstellungen mythischen Inhalts. Schweiers neue Serie weist in ihrem inneren Ansatz - also der Darstellung des Kontaktes und der Beziehung zueinander - zurück in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft. Er tut dies mit den Mitteln einer zeitgenössischen Kunst, die in sich Vorstellungen des Fragmentarischen, der Zerstückelung, der Zersplitterung, des Fraktalen und einer insgesamten Absurdität und Surrealität trägt. Er schafft damit gleichzeitig eine glaubwürdige Darstellung dessen, was schon immer philosophische Erkenntnis war - nämlich, dass auch die technische Kultur zum Schluß "eine Verlängerung ihres mythischen Stammes" ist.1' "Der Glaube an die zweckmäßige Ordnung, die im Erfahrungsstrom verborgen ist", sagt der polnische Philosoph Lezek Kolakowski, "gibt uns das Recht zu der Annahme, daß im Vergänglichen etwas erwachsen und erhalten bleibe, was eben nicht vergänglich sei: daß sich in der Unbeständigkeit der Geschehnisse ein nicht direkt sichtbarer Sinn akkumuliere, daß also nur die sichtbare Schicht des Daseins von Zerfall und Zerstörung betroffen werde, nicht aber die zweite, die dem Ruin standhält." In diesem Wirken liegt die Ursache, Kraft und Wirkung des Mythischen! Auch in Schweiers "Berührungen" scheint die physikalische Zeit der technischen Epoche stillgelegt zu sein und wird überdeckt von einer mythischen Zeitlosigkeit, in der aber anscheinend Umwandlungen passieren, - es sind jedoch keine ruckhaften Umwälzungen, wie man sie von technischen und anderen Revolutionen kennt, denn diese bleiben unter anthropologischen Gesichtspunkten meist weitgehend unverstanden und führen oft zu Katastrophen. Die "Berührungen" zeigen das genaue Gegenteil, denn sie handeln von innerer Vermittlung und einem Austausch innerer Werte. Gerade diese Konstruktion macht Schweiers Bilder lebendig und gibt ihnen Spannung. Auch ihre Schönheit, die ihnen aufgrund von gekonnter Färb- und Formgestaltung eigen ist, gehört zu diesem Aspekt der mythischen Dauerhaftigkeit. Was Schweier in der Serie der "Berührungen" schafft, ist der Beweis dafür, dass es im gegenwärtigen Kulturzustand möglich ist, anzuknüpfen an Erfahrungen, die vor dem aktuellen Kulturzustand liegen - oder schon jenseits davon, in irgendeiner Zukunft des Planeten. Was Klaus Schweier ebenfalls gelingt, ist eine Erfahrung konkret zu gestalten, die simpel erscheint, aber tief gründet - dass nämlich, nur das, was gemalt oder künstlerisch erfaßt wird, letztlich tatsächlich existiert. ? (S. 13) Altersfreigabe FSK ab 0 Jahre