Beschreibung:

382 S.; 21 cm. Goldgepr. Originalleinenband.

Bemerkung:

Sehr gutes Ex. - Die hier vorgelegte Übersetzung der KEYNOTES AND CHARACTE-RISTICS WITH COMPARISONS of some of the LEADING REME-DIES of the MATERIA MEDICA von H. C. ALLEN hat jahrelang die Arbeitstexte für die vergleichenden Arzneimittelstudien der sog. "Spiekerooger Woche für Homöopathie" abgegeben. 1973 kam ich erstmals auf die Idee, zu einem Seminar für Propädeutik der Homöopathie einzuladen, nachdem mir in einigen Monaten der Zusammenarbeit mit dem PASCHERO-Schüler Dr. med. Raul GULLE klargeworden war, wo die Mängel unserer bisherigen Weiterbildung zum homöopathischen Arzt lagen und welche elementaren Fehler mich in den vorherigen 14 Jahren Beschäftigung mit der Homöopathie von den sicheren, vorhersehbaren, wiederholbaren und tiefgreifenden Erfolgen mit Einzelmitteln in Hochpotenzen fernhielten. ? Das Anliegen H. C. ALLENs als Lehrer der Homöopathie war, den Wust der Lokalsymptome herauszuhalten, die dem Lernenden den Blick verstellen. Bei Intoxikationen mit arzneilich wirkenden Stoffen werden nun einmal eine Menge von lokalen Banalsymptomen verursacht, die selbstverständlich in die Arzneimittelprotokolle und bei klinischer Verifikation getreulich auch in das Repertorium aufgenommen wurden - auch wenn sie sich je nach Reaktionstyp des Prüfers (oder bei aufgenommenen Vergiftungsfällen dann eben des armen Opfers) scheinbar widersprachen. Diese Fülle von Lokalsymptomen haben dann wieder die Kritiker der Homöopathie mangels Wissen und mangels wirklicher eigener Erfahrung in sich wissenschaftlich gebärdenden Tiraden zum Anlaß genommen, die gesamte Materia medica als Sammlung von Placebosymptomen abzutun. Weithin unbekannt ist dabei interessanterweise, daß ausgerechnet vom Privatverein homöopathischer Ärzte Österreichs 1844 der doppelte Blindversuch und damit auch der Begriff Placebo als Test in die Medizin eingeführt wurde, der es erlauben sollte, die tatsächliche Arzneimittelwirkung von seelischen Faktoren, die einen Therapieerfolg vortäus-chen könnten, zu unterscheiden. Ungeachtet der Frage der Tauglichkeit des doppelten Blindversuchs zur Prüfung der Wirksamkeit von Arzneimitteln, darf uns gerne geglaubt werden, daß wir homöopathisch arbeitenden Ärzte über Placebo auch einiges wissen. ... (S. 6/7)