Beschreibung:

Mit Titelkupfer und einem mehrfach gefalteten Kupferstich von Georg Köler nach Michael Herr (Übergabe der Confessio Augustana, mit Ziffernkennzeichnung der anwesenden Personen, die in einem Register aufgeführt sind). Blindgeprägter Schweinslederband der Zeit über Holzdeckeln mit Ranken- und Rollenornamenten, blindgepr. Mittelstück sowie einer (von 2) intakten Leder-/Metall-Schließen, 8 Bll., 224 S., 4Bll., 10 Bll., 267 (1), 45 (1) S., 5 Bll.

Bemerkung:

Erste Ausgaben. ADB 30, 413 ff. Schottenloher 34520 und 2796. VD17 12:112257T und 12:112270C. Zu M. Herr vgl. Thieme/Becker XVI, 533 f. - Saubert (1592-1646) war als lutherischer Theologe hauptsächlich in Altdorf und Nürnberg tätig. "Nachdem er in den Schreckensjahren des dreißigjährigen Krieges zu Altorf Vieles erlitten, wurde er 1622 Diakonus zu St. Aegidien in Nürnberg, später Prediger an der Liebfrauen- und Lorenzer Kirche, ... und wurde 1637 erster Prediger zu St. Sebald, Senior des Ministeriums und Stadtbibliothekar, ? eine Stellung, die ihm zu gelehrten Studien und zugleich zu einem ausgebreiteten Verkehr mit vielen Gelehrten, Fürsten und anderen Standespersonen Gelegenheit bot" (ADB). "Gleich bedeutend war er in seiner wissenschaftlichen Leistung, wie in seiner Tätigkeit als Prediger und Seelsorger. Eine Reihe wertvoller Schriften verdanken wir seiner Feder, so die "Miracula Augustanae Confessionis (1631)..." (Braun, K. In: Zeitschrift für Bayerische Kirchengeschichte 6 (1931), S. 3). - Einband nachgedunkelt, besonders am Rücken, und etwas fleckig, mit später montiertem Papier-Rückenschild. Die oberen Ecken jeweils mit kleiner Fehlstelle. Bei der oberen Schließe fehlt das Messingstück mit Haken, die Öse ist erhalten. Innen teilweise gebräunt, nur stellenweise etwas braunfleckig. Das vordere Innengelenk am Titelblatt der Miracula im Bundsteg laienhaft mit weißem Textilband verstärkt.