Beschreibung:

welche in seinem Gärtner-Lexicon vorkommen, auf das genaueste, nach den von der Natur genommenen Zeichnungen, in Kupfer gestochen und illuminirt, auch mit einer ausführlichen Beschreibung und Anzeige der Classen, worunter sie nach Raii, Tourneforts und Linnäi Classification gehören, erläutert.. 42 x 27 cm. Titelbl. mit feinem Kupfer (ca. 8,5 x 12,8 cm), 1 Bl., 158 S., 150 handkolorierte Tafeln./Tbl. m. Kupfer, 155 (3) S., 150 handkolorierte Tafeln. Neue Halblederbände unter Verwendung des alten Bezugspapiers (Hardcover) auf echten Bünden geheftet. Ggpr. Rs. 2 Bände komplett.

Bemerkung:

Titel des von 1755-1760 erschienenen englischen Originals: "Figures of uncommon plants described in the gardeners dictionary". Die erste Tafel in der Platte signiert "A.W. Winterschmidt sculpsit et excudit Norimberga". Das botanisch korrekte und fein ausgeführte Tafelwerk ergänzt das "Englische Gartenbuch" oder "Gärtner-Lexikon", das nach der 5. englischen Auflage 1751/52 erstmals in die deutsche Sprache übersetzt wurde (1758 erschien noch ein Ergänzungsband). Die Erläuterungen referenzieren immer auf Joseph Pitton de Tournefort, John Ray und Carl von Linné, es werden aber viele Ergänzungen anderer Naturforscher, wie z.B. von den Brüdern Bauhin, Plumier, van Royen usw.aufgenommen. Die Bedeutung für die Verbreitung des Englischen Gartens auf dem Kontinent kann nicht hoch genug bewertet werden. Erstmals gab es den noch im französischen Gartenstil ausgebildeten Gärtnern konkrete Hilfestellung bei der Pflanzenauswahl für die Anlage und Gestaltung von Landschaftsgärten, die zunehmend in Mode kamen. Bereits auf der Basis der Linnéschen Nomenklatur, trug es wesentlich zu deren Verbreitung bei, da sich die Baumschulen in kürzester Zeit mit einer entsprechenden Nachfrage konfrontiert sahen . Da dieser steigenden Nachfrage nicht in entsprechender Menge ein Angebot gegenüber gestellt werden konnte, wurden oftmals Pflanzen unter falschem Namen verkauft. Dies war möglich, da viele der von Miller angeführten Pflanzen den Gartenbesitzern und auch vielen Gärtnern bisher eher unbekannt waren. Um diese zu schulen und Täuschungen verhindern zu können, entstand die Nachfrage nach exakten Abbildungen und zusätzlichen Informationen. Die detaillierten und sorgfältig kolorierten Kupferstiche wurden nach Zeichnungen von J. Bartram, Georg D. Ehret, Richard Lancake, John Miller, S. Müller und anderen gestochen. Das Werk ist extrem selten, im Worldcat sind nur zwei Exemplare in Fort Worth und New York nachweisbar. Aslin 277, Enslin/Engelmann 105, Haller II, 221. Pritzel 6241. Jeder Band in einer schützenden maßgefertigten Schatulle m. entsprechendem RS. Die restauratorischen bzw. konservatorischen Maßnahmen wurden von einer der führenden deutschen Restauratorinnen durchgeführt und entsprechend umfassend protokolliert. Das Protokoll liegt bei und kann bei ernsthaftem Kaufinteresse angefordert werden. [Philip]

Erhaltungszustand:

Museal gereinigte und restaurierte Bände. Duirchgehend mit Feuchtigkeitsflecken. Band 2 Seiten und Tafeln zu Beginn mit deutlichen (angefaserten) Fehlteilen an der Außenkante mit minimalen Bild und Textverlusten. Ab Tafel 117 nur noch geringe Fehlteile.