Beschreibung:

224 S. 19 x 12 cm, kopfbeschnittene Broschur

Bemerkung:

Einband berieben, bestoßen, angeschmutzt und fleckig. Innen durchgehend etwas fleckig, angeschmutzt und eselsohrig. Gutes Leseexemplar. "Kütner, Karl August, Dichter, Literarhistoriker und Philologe, * 29.11.1748 Görlitz, ? 1.1.1800 Mitau (Kurland). (evangelisch). Nach dem Besuch des Görlitzer Gymnasiums und dem Studium in Leipzig (1767?72) verbrachte K. ein Jahr als Hofmeister in der Nähe Moskaus. Anschließend wurde er Lehrer, bald darauf Rektor der Stadtschule von Mitau. 1775 ernannte ihn Hzg. Peter von Kurland zum Professor der griech. Sprache und Literatur an der neugegründeten Academia Petrina, an der er bis zu seinem Tode tätig blieb. ? Sein Interesse galt der kurländ. Literatur- und Kulturgeschichte. Die von ihm zu diesem Zweck herausgegebene ?Mitausche Monatsschrift? hielt sich allerdings nur zwei Jahre, 1784/85. Schon in Leipzig veröffentlichte K. Oden im klopstockschen Stil, in Mitau verfaßte er überdies viele Gelegenheitsgedichte und Kantaten. Die bedeutendste Sammlung seiner Hexameter-Gedichte, die ?Kuronia oder Dichtungen und Gemälde aus den ältesten kurländ. Zeiten? von 1791, erschien 1798 vermehrt unter dem Titel ?Kuronia? in 2. Auflage (2 Bde.). ? Als Übersetzer und Literarhistoriker wurde K. auch über die Grenzen Kurlands hinaus bekannt. Er nahm an einer der wichtigsten Aufgaben der deutschen Geistesgeschichte in der 2. Hälfte des 18. Jh. teil: der Aneignung der griech. Literatur durch die deutsche. Seine in Prosa abgefaßten Übersetzungen der ?Ilias? (2 Bde., 1771/73), der Idyllen Theokrits (1772), der ?Argonauten? des Orpheus (1773), des ?Hero und Leander? von Musäus (1773) erschienen alle in 2. Auflage. Es handelt sich um adaptierende Übersetzungen, in denen die fremden Eigenarten der griech. Sprache den deutschen Gepflogenheiten angepaßt wurden. In den ?Charakteren teutscher Dichter und Prosaisten, von Karl dem Großen bis aufs Jahr 1780? (2 Bde., 1781) versuchte K., die rein biographische und bibliographische Behandlung der Autoren durch eine ästhetische Würdigung zu vervollkommnen. Er urteilt vom Standpunkt der ?Briefe, die neueste Litteratur betreffend? und der Leipziger ?Bibliothek der schönen Wissenschaften? her. Klopstock und Lessing bilden die zentralen Orientierungspunkte. Wenn ihm auch manche der zahlreichen Charakteristiken allzu schematisch gerieten, hatte seine Sammlung direkten und indirekten Einfluß auf die literarhistorischen Urteile seiner Zeit." (Wikipedia)