Beschreibung:

255 S.: Frontispiz u. Abb. Originalleinen.

Bemerkung:

Gutes Ex.; hinterer Einbanddeckel mit Wasserspur. - Deutsche EA. - Mit zahlreichen Fotos; Abb. - Knut Hamsun (gebürtig Knud Pedersen, * 4. August 1859 in Garmo / Garmostrædet bei Lom oder in Vågå, Fylke Oppland, Norwegen; ? 19. Februar 1952 in Nørholm bei Grimstad) war einer der bedeutendsten norwegischen Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts. Er erhielt 1920 den Literaturnobelpreis für sein Werk Segen der Erde, das 1917 als Markens Grøde in Norwegen erschienen war. Hamsun war ein großer Bewunderer Deutschlands und ein entschiedener Gegner des britischen Imperialismus und des Kommunismus. Entscheidend für Hamsuns antibritische Einstellung war das britische Vorgehen im Burenkrieg. Schon im Ersten Weltkrieg war er für die deutsche Position öffentlich eingetreten. Deutschland symbolisierte für Hamsun das "junge Europa". Er blieb ein Freund Deutschlands bis zu seinem Tode, obwohl er die deutsche Sprache nicht beherrschte. Zur Zeit des Nationalsozialismus bezog er in Zeitungsartikeln für die Politik Hitlers Stellung, während seine literarische Produktion zum Erliegen kam. So griff er 1935 Carl von Ossietzky, der in dem KZ Papenburg-Esterwegen gefangen saß, scharf an, unter anderem in der Zeitung Aftenposten. Er bezeichnete ihn als "merkwürdigen Friedensfreund", der vorsätzlich in Deutschland geblieben sei, um als Märtyrer erscheinen zu können. "Wenn die Regierung Konzentrationslager einrichtet, so sollten Sie und die Welt verstehen, dass das gute Gründe hat", schrieb er an einen Ingenieur, der sich für Ossietzky eingesetzt hatte. Als Carl von Ossietzky 1935 den Friedensnobelpreis erhielt, äußerte Hamsun öffentlich massive Kritik und rechtfertigte die Errichtung von Konzentrationslagern. Die Entrechtung der Juden im Deutschen Reich, die anfangs die jüdische Auswanderung forcieren sollte, rechtfertigte Hamsun so: "Ich habe es so verstanden, daß Deutschland nur die jüdische Macht innerhalb des Landes hemmen will, so daß es nicht die Juden sind, sondern die Deutschen, die in Deutschland herrschen sollen." Deutschland müsse "sich wehren können", wenn es, so Hamsun, "von dieser fremden Rasse überwältigt" werde. Für die Juden forderte er ein eigenes Land mit der Begründung: "Es ist für beide Parteien unbefriedigend, daß die Juden dazu gezwungen sind, unter fremden Rassen zu Hause zu sein." 1936 rief Hamsun zur Wahl des Führers der norwegischen Nasjonal Samling, Vidkun Quisling, auf. Während der deutschen Invasion in Norwegen 1940 appellierte er an seine Landsleute: "Norweger! Werft das Gewehr weg und geht wieder nach Hause! Die Deutschen kämpfen für uns alle und brechen jetzt Englands Tyrannei über uns und alle Neutralen." Im Jahr 1947 rechtfertigte er in seinem Plädoyer anlässlich der Verhandlung gegen ihn diese und ähnliche damalige Äußerungen folgendermaßen: "Ich schrieb, um zu verhindern, daß norwegische Jugend und norwegische Männer töricht und herausfordernd gegen die Besatzungsmacht auftraten, ohne den geringsten Nutzen, nur zum Tod und Untergang für sie selber."