Beschreibung:

In Türckey/Persien und Indien/ innerhalb viertzig Jahren/durch alle Wege/ die man nach diesen Ländern nehmen kan/verrichtet: Worinnen Unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion/ Regierung/ Gebräuchen und Handlungen/ jeglichen Landes enthalten. Samt den Figuren/ Gewichten und dem Maß der Müntzen/welche in diesen Länderen gangbar sind... anjetzo aber nebenst der Beschreibung des Türckischen Serrails, und der Krönung des jetzt Regierenden Königs in Persien/ in der Hoch-Teutschen Sprach ans Liecht gestellt/ Durch Johann Herman Widerhold. 5 Teile in 1 Band.. Folio (32 x 20 cm). Mit altkolor. Kupfertitel., 2 gest. altkolor. Portraits, 18 halb- oder ganzs., teils gef. Kupfertafeln, 2 (1 doppelblgr.) Kupferkarten, 1 Holzschnitt-Tafel sowie 3 Textkupfern u. zahlr. Holzschn.-Vignetten (3 gr. koloriert). Titel in Rot u. Schwarz.13 Bl., 304 S.; 2 Bl., 227, 11 S.; 2 Bl., 157 S.; 3 Bl., 64 S., 1 w. Bl.; 4 Bl., 82 S., zweispaltig gedruckt. Etw. späteres Pgt. Rotschnitt.

Bemerkung:

VD17 3:309563S. (Teil 1 mit dem Kupfertitel des Druckes VD17 3:309564Z) - Erste deutsche Ausgabe nach der französischen von 1678. - Zusammenfassende Beschreibung der Orientreisen Taverniers, enthält in 3 Teilen die Reisen in die Türkei, nach Persien, Indien, Japan und in die holländischen Niederlassungen im Fernen Osten. Der 4. Teil behandelt das Serrail und der letzte beschreibt die persische Königskrönung Solimanns III. Eine der wichtigsten Reisebeschreibungen über den Orient im 17. Jh. Seine Reisen führten den Kaufmann über Indien, Siam, Ceylon, Java, Japan bis in das Königreich Tonking. Tavernier (1600-1689) handelte mit Edelsteinen und interessierte sich für Maßeinheiten, Münzen, Handel, Geschichte, Geographie und Ethnologie. Die Kupfer stellen u.a. Bagdad, Eriwan, eine Schlange, weitere Tiere, religiöse Gebräuche u. Zeremonien etc. sowie Münzen, Steine etc. dar. - Einband etw. fleckig, kl. Schadstelle am Rücken. Kupfertitel m. hinterlegtem Durchriß, fleckig u. unten beschrieben. Die ersten u. letzten Bl. mit Falzen in der Bindung verstärkt. Zahlreiche zeitgenöss. Tintenmarginalien. Im rechten Rande knapp beschnitten, einige Kupfertaf. im äußersten Rande der Darstellung abgeschnitten. Teils leicht fleckig.