Beschreibung:

6seitig. 8° quer

Bemerkung:

Emil Schumacher (* 29. August 1912 in Hagen, Westfalen; gest. 4. Oktober 1999 in San José, Ibiza) war ein deutscher Maler und Vertreter des Informel. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten wurde Schumacher wegen des Vorwurfs des "Kulturbolschewismus" nicht in die Reichskammer der bildenden Künste aufgenommen. In den Kriegsjahren war er Technischer Zeichner in den Akkumulatoren-Werken, einem Hagener Rüstungsbetrieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Schumacher mit kubistischen Landschaften, 1947 hat er seine erste Einzelausstellung in dem von dem Architekten Rasch eingerichteten Studio für neue Kunst in Wuppertal und er ist Mitbegründer der Künstlervereinigung Junger Westen. 1948 erhält er den Kunstpreis Junger Westen der Stadt Recklinghausen, im selben Jahr kauft das Karl Ernst Osthaus Museum Hagen zwei seiner Bilder, Stillleben und Stillleben mit Pilzen an. In den 1950er Jahren entwickelte er Werke, die nur aus der Farbe lebten, ohne jegliches konstruktives Gerüst. Dominierendes Thema seiner Arbeiten sind die Eigenwertigkeit der Farbmaterie und deren psychische Wirkung. Im Jahr 1959 war Emil Schumacher Teilnehmer der documenta II in Kassel. Von 1958 bis 1960 hatte er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg inne. 1964 war er mit drei großformatigen Bildern auf der documenta III, und auch im Jahr 1977 auf der documenta 6 in Kassel vertreten. Heute hängen seine Arbeiten zwischen New York und München in allen wichtigen Museen der Welt. Unter seinen zahlreichen Kunstwerken für den öffentlichen Raum finden sich u. a. großformatige Mosaikarbeiten für die U-Bahn-Station Colosseo in Rom. Von 1966 bis 1977 war er Professor an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe.