Beschreibung:

I. Die elementarische Weltkunde, oder der sogenannte Anschauungs-Unterricht.- II.Die elementarische Sprachkunde oder der Sprach-. Lese- und Schreib-Unterricht. (UT: Ein praktisch-methodischer Leitfaden für deutsche Volks-Schullehrer).. 8° (21x12), XIV,643; 430 S., einheitl Hldrbde d.Zt., im RSchild abweichend,

Bemerkung:

<Elementarunterricht> das Werk wird ergänzt durch den hier nicht vorliegenden 3.Band: <Die elementarische Größenkunde oder die Zahlen- und Raumlehre; 1837> -- In Württemberg erschien 1808 eine allgemeine Schulordnung für die katholischen Elementarschulen, 1810 eine Generalschulverordnung für die evangelischen Schulen des Landes. Einen eigenständigen Realienunterricht gab es noch nicht. Allgemein wichtige Kenntnisse aus der Naturlehre (Physik), der Erdbeschreibung, der Naturgeschichte (Biologie) und Geschichte müssen teils beim Lesen, teils bei Diktier- und Sprachübungen an die Schüler herangetragen werden. Wie die in den Lehrplänen stehenden Inhalte tatsächlich im Unterricht behandelt wurden, darüber weiß man wenig, denn allgemein verbindliche Schulbücher gab es weder für Lehrer noch Schüler. Bücher für 'Schule und Haus' befanden sich in größerer Zahl auf dem Markt, aus denen der Lehrer vorgelesen oder diktiert hat. Die meistgeübte Methode dürfte die gewesen sein, daß die Lehrer zunächst erzählt und die Schüler zugehört haben. Das dadurch gewonnene Wissen wurde anschließend wieder abgefragt. In die Reihe der eher für Lehrer geschriebenen Werke, gehört das Buch des Musterlehrers am katholischen Lehrerseminar (Schwäbisch) Gmünd, Josef Aurel Dreher (1789 ? 1843). Er zählt zu den Anhängern Pestalozzis in Württemberg und verfaßte zahlreiche pädagogische und historische Werke, darunter das Vorliegende sowie 1842 'Der württembergische Elementarschüler, oder das Wissenswertheste von dem Menschen, der Natur und der Kunst'. In einem Frage- und Antwortspiel entwickelte er die Geschichte der Menschheit von der Schöpfung bis zur Gegenwart. Dreher gehörte zu den erfolgreichen Lehrerbildnern in Schwäbisch Gmünd. (nach Rainer Jooß: Vom Lesebuch zum Geschichtsbuch).-

Erhaltungszustand:

gering berieben, Besitzvermerk einer Schulbibliothe auf Vorsatz, gutes Exemplare, fest und sauber,