Beschreibung:

4°. 87 S. mit 3 kolor. lithographischen Tafeln (Jura in Deutschland nach Leitmuscheln geordnet; Topographische Karte des Jura in Deutschland und Frankreich; Abbildung eines Libellen-Fossils). Einfache Broschur d. Zt. (mit z. Tl. fehlendem Rücken. Gelenk vorn angeplatzt. Notizen v. a. H. auf Einband innen. Tesaspuren auf Innendeckel, Titelei und letzter Lithographie. Stempel verso Titelei, der letzte Bogen im Bund innen leicht stockfleckig, dem Alter entsprechend ansonsten in sehr gutem Zustand).

Bemerkung:

Leopold von Buch (1774-1853) wurde von Alexander von Humboldt als der "größte Geognost unsrer Zeit" bezeichnet. Ein sicher richtiges Urteil, wenn man die Arbeiten des Privatgelehrten verfolgt. Dazu ausführlich in ADB Bd. 3 Seiten 464-475. Die Abhandlung gehört zu seinen herausragenden Arbeiten: "Auch hier muß Buch's Thätigkeit als bahnbrechend bezeichnet werden. Indem er in Deutschland einen schwarzen, braunen und weißen Jura unterscheiden und bei jeder dieser Abtheilungen in ganz bestimmten Schichten ganz bestimmte Versteinerungen kennen lehrte, zugleich auch die Übereinstimmung mit Ablagerungen in außerdeutschen Ländern mit dem Lias, Dopper und Dolith Englands nachwies, war das Fundament gelegt für die später mit so großem Erfolge durchgeführte Gliederung der Schichtgesteine und für die sogenannte vergleichende Geognosie (Über den Jura in Deutschland) Mit dieser schwierigen Arbeit hat der alternde Meister noch einmal mächtig in den Entwicklungsgang der neueren Geognosie mit entschieden noch größerem Glück und Erfolg als früher eingegriffen" (Wilhelm von Gümbel ADB).