Beschreibung:

X; 270 S. Broschiert.

Bemerkung:

Gutes Ex. - Romanistische Versuche u. Vorarbeiten 52. - Die folgenden Betrachtungen wurden in den letzten Jahren im Anschluß an Lektüren oder an eigene etymologische Erörterungen abgefaßt. Ihre Anordnung und Reihenfolge ist weitgehend willkürlich, zum Teil war die Zeit der Niederschrift maßgeblich, zum Teil die Zusammengehörigkeit mehrerer Paragraphen, die sich um dieselben lateinisch-romanischen Wortfamilien dat. bullare/bullire, vertere/ versare, quadrus/quadrare u.a.) gruppieren und für die ursprünglich eine vollständiger angelegte und ausführlichere Darstellung ins Auge gefaßt war. Alle Betrachtungen sind in mehr oder minder skizzenhaftem Zustand belassen, unter anderem, weil dem Verfasser wegen körperlicher Behinderung der Zugang zur eigenen Bibliothek oder zu anderen Bibliotheken erschwert oder verwehrt ist. Auch die Veröffentlichungen der allerletzten Jahre konnten nur in ungleichem Maße berücksichtigt werden. Aber da es sich bei Angabe einer neuen etymologischen Lösung in etymologisch umstrittenen Fällen immer nur um einen Vorschlag, oft auch nur um eine Anregung zu weiterer Forschung handeln kann, sind die Darstellungen sowieso nicht für den Leser berechnet, dem es nur auf fertige Endprodukte ankommt. In diesem Sinne mögen die Aufzeichnungen mehr als Anstöße wirksam sein und ist des öfteren auf die Vorläufigkeit der Ausführungen hingewiesen. Friedrich Diez hat uns belehrt, daß Rechthaberei die dem Etymologen unangemessenste Eigenschaft darstellt. Der Fortschritt der Etymologie erfordert eine möglichst lebhafte, sachliche Diskussion. Mit blinder Zustimmung oder überheblicher Pauschalkritik ist ihm nicht gedient. Der Etymologe muß daher auf seine sachlichen Argumente vertrauen, auf der anderen Seite aber auch mit der bekannten, auf eingewurzelten Vorurteilen und Sympathien beruhenden Zählebigkeit überkommener Etymologien rechnen. (Vorwort).