Beschreibung:

XV, 252 S. Originalleinen.

Bemerkung:

Einband leicht berieben. Papierbedingt leicht gebräunt. - "Allein durch klare, verläßliche Antwort auf die Fragen nach dem Warum, Wozu und Wann der Gedichte sind alle die Rätsel zu lösen, welche die Lyrik dem Leser naturgemäß vorzulegen pflegt und die auch Horaz' gesamte Poesie so dicht umgeben, daß uns, zeitlich und räumlich so Fernstehenden, gewöhnlich von dem ganzen Gedicht nichts bleibt als ein paar schöne Stellen, gleich toten Gliedern, woraus die lebendig zusammenhaltende Seele entflohen. Zweifellos verdankt Horaz diesem Übelstande den nicht hinweg zu leugnenden Niedergang seines Sternes in einer Zeit, deren ästhetisches Urteil, nicht zum wenigsten an der Goethekritik, zu der Überzeugung erstarkt ist, daß jedes Gedicht von irgendwie lyrischem Charakter ein Stück Dichterlebens ist, nur als solches verständlich und genießbar - wie vorlängst schon Herder sah und sagte."