Beschreibung:

96 S. Broschiert.

Bemerkung:

Sehr gutes Ex. - G. KROBER Vorbemerkung -- E. FABIAN -- Paradigma oder wissenschaftliche Tradition? -- Bemerkungen zur Geschichtsauffassung Thomas Samuel Kuhns -- und deren Kritik durch Gerhard Harig -- U. GEIßLER, G. KROBER, K. LODTKE, V. LÜDTKE, J. TRIPOCZKY -- Die Ursprünge der Molekularbiologie . -- Eine wissenschaftshistorisch orientierte Auseinandersetzung mit der auf Th. S. Kuhn basierenden Entwicklungsauffassung von N.C. Mullins -- K. LÜDTKE -- "Anomalien" als Voraussetzung für Wissenschaftsentwicklungen // Die weltweite Diskussion um Thomas S. Kuhns Modell der Wissenschaftsentwicklung ist zwanzig Jahre nach dem Erscheinen seines Buches "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" noch keineswegs abgeebbt. Das vorliegende Heft versteht sich indes keineswegs als eine Bestandsaufnahme dieser Diskussion, noch will es eine Jubiläumsschrift sein. Es signalisiert die wachsende kritische Distanz, die Wissenschaftshistoriker und Wissenschaftstheoretiker - soweit sie den Intentionen marxistisch-leninistischer Wissenschaftsgeschichtsschreibung folgen - zu dem von Kuhn vorgeschlagenen Schema des wissenschaftshistorischen Prozesses ausgebildet haben. Die folgenden drei Studien belegen das in unterschiedlicher Weise. Die erste versteht sich als eine Würdigung des Beitrags, den Gerhard Harig aus marxistischleninistischer Sicht bereits zu Beginn der sechziger Jahre zur Auseinandersetzung mit Kuhns Konzeption geleistet hat. Die beiden anderen stehen für die Einsicht, daß bei sorgfältiger Ausführung konkreter historischer Fallstudien das Kuhnsche Konzept nur sehr bedingt als methodologischer Leitfaden zu dienen imstande ist, es vielmehr Schwächen offenbart, denen der Forscher zu entgehen vermag, wenn er sich dem historischen Material vorbehaltlos, nicht befangen in Kuhnscher Sicht, zuwendet und sich von einem dialektisch-materialistischen Geschichtsverständnis leiten läßt. (Vorwort)